Die Atomtests in Nordkorea stießen in Spanien auf Unverständnis. Der Borschafter Nordkoreas wird nun aus Spanien ausgewiesen. Foto: AP

Bis zum 30. September hat der Botschafter Nordkoreas Zeit Spanien zu verlassen. Die spanische Regierung reagiert damit auf die Atomtests in Nordkorea. Zuvor habe man den Diplomaten „wiederholt“ vor diesen Konsequenzen gewarnt.

Madrid - Die spanische Regierung hat auf den jüngsten Atomtest von Nordkorea reagiert: Der Botschafter des Regimes von Kim Jong Un muss bis zum 30. September das Land verlassen. Dies teilte das Außenministerium in Madrid am Montagabend im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Die Zeitung „El País“ zitierte Außenminister Alfonso Dastis mit den Worten, die Regierung habe den Diplomaten Kim Hyok Chol „wiederholt“ gewarnt, dass es Konsequenzen haben werde, wenn Nordkorea mit seinen Atomtests fortfahre.

Solche Atomprogramme sind eine ernsthafte Bedrohung für den internationalen Frieden

„Wir sind zu dem Schluss gelangt, dass es notwendig ist, diesen Schritt zu ergreifen“, sagte Dastis. „Solche Atomprogramme sind eine ernsthafte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit.“

Ungeachtet der Verschärfung der UN-Sanktionen hatte Nordkorea am Freitagmorgen erneut eine Rakete über Japan hinweg gefeuert. Die Rakete flog nach Angaben des südkoreanischen Militärs 3700 Kilometer weit - die bisher größte Flugdistanz beim Test einer militärischen Rakete des Landes.

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