Was aussieht wie ein Felshügel ist in Wahrheit ein ägyptisches Grabmal Foto: Victor V. Hoguns Zhugin/ Shutterstock.com

Über 4.000 Jahre hat das Innere der Pyramide des Pharao Senusret II. kein Mensch betreten. Jetzt können Touristen die Geheimnisse des ägyptischen Baus entdecken.

Es sieht aus wie ein riesiger Fels. Und doch ist das, was da so unspektakulär aus der ägyptischen Erde ragt ein Grabmal. Die Lahun-Pyramide war für Besucher bisher tabu. Doch nun darf das Innere besichtigt werden.

Die Pyramide von "El Lahun" stammt aus dem Mittleren Reich und wurde von Sesostris II. im 19. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Die untypische Form rührt daher, dass die Pyramide mit Kalksteinblöcken verkleidet wurde. Sie wurden im Laufe der Jahre von Steinräubern abgetragen. Anders als bei den Gizeh-Pyramiden war in Lahun kein Felsquader die Basis, sondern Lehm. Dieser war Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert und sieht deswegen heute aus wie ein Hügel.

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1889 wurde das Grabmal von einem britischen Forscher entdeckt. Erst 2009 fanden Ausgrabungen statt, die Artefakte ganz in der Nähe, in der Totenstadt Lahun, zu Tage brachten. Während man dort bunte Sarkophage und Skulpturen von Katzen und Skarabäen fand, können Besucher nun in die Tiefe abtauchen und die Grabkammern der Lahun-Pyramide erkunden.

Dafür wurden umfassende Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Eine Holztreppe am Eingangsbereich soll den Einstieg erleichtern. Außerdem wurden zerbrochene Bodenplatten ersetzt und ein neues Lichtsystem installiert. Inwieweit das Einfluss auf die Mystik und die Atmosphäre des Ortes nimmt, müssen Besucher selbst entscheiden.

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