Symbolbild Polizei Foto: dpa

Die Polizei hat acht Wohnungen und ein Büro von sechs mutmaßlichen Islamisten durchsucht.

Stuttgart - Mit einer Razzia sind Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag gegen mutmaßliche Islamisten und Terrorhelfer vorgegangen. In Stuttgart und dem Landkreis Ludwigsburg durchsuchten sie acht Wohnungen und das Büro eines Imams.

Geld gesammelt und für terroristische Zwecke weitergeleitet

Im Visier der Ermittler stehen nach Angaben des Landeskriminalamts vier Deutsche türkischer Herkunft sowie zwei Türken im Alter von 42 bis 51 Jahren. Sie sollen Geld gesammelt und an Glaubensbrüder im Ausland für terroristische Zwecke weitergeleitet haben. Die Ermittler verdächtigen sie der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Bildung einer kriminellen Vereinigung“.

Beschuldigte werden bereits seit den 1990er Jahren beobachtet

Rund 60 Beamte waren im Einsatz. Sie stellten umfangreiches Beweismaterial sicher, das in den kommenden Wochen ausgewertet werden soll: vor allem Computer, andere Datenträger, Propagandamaterial und ein größerer Bargeldbetrag. Nach Informationen des Südwestrundfunks wird einer der Beschuldigten bereits seit den 1990er Jahren von der Polizei beobachtet. Bisher konnte ihm aber keine Straftat nachgewiesen werden.


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