Bei der Eröffnung des zweiten muslimischen Kindergartens in Baden-Württemberg, hat Integrationsministerin Bilkay Öney die Bedeutung der Einrichtung betont. Sie sei ein möglicher Beitrag zur Teilhabe vonMigranten, so Öney. (Archivfoto) Foto: dpa

Bei der Eröffnung des muslimischen Kindergartens in Mannheim betonte Integrationsministerin Bilkay Öney die Bedeutung der Einrichtung. Man könne so Eltern erreichen, deren Kinder sonst vielleicht keine Kita besucht hätten.

Bei der Eröffnung des muslimischen Kindergartens in Mannheim betonte Integrationsministerin Bilkay Öney die Bedeutung der Einrichtung. Man könne so Eltern erreichen, deren Kinder sonst vielleicht keine Kita besucht hätten.

Mannheim - Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) hat muslimische Kindergärten als möglichen Beitrag zur Teilhabe von Migranten gewürdigt. „Das kann gelebte Integration sein - wenn auch andere Eltern ihre Kinder hier anmelden“, sagte sie am Mittwoch in Mannheim bei der offiziellen Eröffnung des zweiten muslimischen Kindergartens im Südwesten. Beim Anteil nicht-muslimischer Kinder sei noch „Luft nach oben“. Laut muslimischem Trägerverein sind 14 türkische Kinder, fünf arabische und ein deutsches Kind angemeldet.

„Der neue Kindergarten füllt eine Lücke“, sagte Öney. Er könne Eltern erreichen, deren Kinder sonst vielleicht keine Kita besucht hätten. Obwohl muslimische Kindergärten in anderen deutschen Städten gut funktionierten, gebe es aber noch Vorbehalte und Ängste in der Bevölkerung, betonte sie. Kritiker befürchteten Abschottung. Dabei werde in muslimischen Kindergärten deutsch gesprochen.

Das Vorhaben ist ein Kooperationsprojekt mit der Stadt: Unter demselben Dach zieht eine städtische Krippe ein. „Der Besuch eines Kindergartens ist eine entscheidende Weichenstellung für die Integration“, sagte Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD). Die Kita soll im Januar den Betrieb aufnehmen. Der erste muslimische Kindergarten im Südwesten entstand 1999 in Karlsruhe.

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