Viele Muslime sind derzeit auf der Flucht. (Archivbild) Foto:  

Das slowakische Innenministerium rudert mit seinen Aussagen zurück, nur christliche Flüchtlinge aufnehmen zu wollen. Auch Muslime würden entsprechend dem Gesetz behandelt.

Bratislava - Nach Wirbel um Berichte, die Slowakei wolle nur christliche Flüchtlinge aufnehmen, hat das Innenministerium in Bratislava frühere Äußerungen entschärft. „Wenn ein Migrant aus einem muslimischen Land sich entscheidet, einen Asylantrag in der Slowakei zu stellen und in der Slowakei zu leben, wird er entsprechend den Gesetzen behandelt und ins Asylverfahren aufgenommen“, hieß es am Donnerstag. Christen würden zwar als leichter integrierbar betrachtet. Niemand solle aber aus religiösen Gründen diskriminiert werden, hieß es weiter.

Kein Platz für Fremdenfeindlichkeit

Zuvor hatten Berichte für Verwirrung gesorgt, nach denen die Slowakei die Aufnahme muslimischer Flüchtlinge ablehnt. „Es wäre eine offene Diskriminierung, Flüchtlinge wegen ihrer Religion abzulehnen“, warnte Thorbjorn Jagland, der Generalsekretär des Europarates, in einer Stellungnahme. „Während dieser beispiellosen Flüchtlingskrise darf es keinen Platz für Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung geben.“

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