Die Band Antiheld, die ihre Wurzeln in Nürtingen hat, tourt inzwischen erfolgreich durch die Lande. Foto: Stadt Nürtingen

Die 21. Auflage der Musiknacht wartet am Samstag, 5. Mai, mit einer Mischung aus Bewährtem und Neuem auf. Insgesamt spielen von 20 Uhr an 31 Bands in 24 Locations. Da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Nürtingen - Ein bisschen ist die Nürtinger Kulturamtsleiterin Susanne Ackermann schon erstaunt, als ihr bewusst wird, dass die Musiknacht in der Innenstadt am Samstag, 5. Mai, schon zum 21. Mal über die Bühne geht. „Aber wir machen es immer noch mit großer Freude“, beteuert sie, denn der Erfolg der Veranstaltung, zu der jedes Mal rund 4500 Besucher strömen, sei stets Motivation für eine Neuauflage im darauffolgenden Jahr. Auch dieses Mal treten von 19 Uhr am Samstag bis um 3 Uhr am Sonntag 31 Bands und Discjockeys in 24 Locations der Stadt auf. Darunter sind einige neue Musikgruppen, die Michael Maisch vom Kulturamt an Land gezogen hat.

Wer bei der Nürtinger Musiknacht keine Mucke für seinen Geschmack findet, ist selbst schuld. Schlager, Rock, Pop, Swing, Blues, Country, Ska, Funk, Punk, Jazz und noch mehr gibt es auf die Ohren. Fragt man Michael Maisch nach den Highlights der kommenden Musiknacht, muss er nicht lange überlegen. Da fällt ihm sofort die Band Antiheld ein, die nicht nur aus der Nürtinger Szene um das Jugendhaus am Bahnhof stammt, sondern zudem auch noch sehr erfolgreich ist und bereits ihr erstes Album veröffentlicht hat. Von 21 Uhr an wird sie den Großen Saal der Stadthalle K3N mit ihrer Musik, die sie selbst „Straßenköterpop“ nennt, zum Kochen bringen.

Ein Hauch von „The Voice of Germany“

Stolz ist Maisch auch auf das Engagement von Isabell Plaue, die von 20 Uhr an in der Green Bar Schlager, Pop, Oldies und Rock zum Besten gibt. Die gebürtige Nürtingerin und heutige Neuffenerin wird dabei von Felix Harer aus Oberboihingen unterstützt. Beide Namen werden dem einen oder anderen bekannt sein: Plaue und Harer waren schon in der Fernsehtalentshow „The Voice of Germany“ am Start.

Mit der Gruppe Eskalation spielt laut Michael Maisch eine „abgefahrende Band“ beim Kulturverein Provisorium auf. Von 20 Uhr an bieten die Jungs und Mädels, die sich gerne mal als Affen verkleiden, wilden Ska, Punkrock und Indie an.

Das Etikett „Multikulti“ heftet sich die Musiknacht gerne an. Zu recht, denn mit El Flecha Negra betritt eine Band die Bühne in der Kulturkantine der Alten Seegrasspinnerei, deren Mitglieder aus Chile, Peru, Spanien und Deutschland stammen. Die Besucher dürfen sich laut dem Veranstalter auf einen „mitreißenden Mix aus traditionellen südamerikanischen Melodien und Reggae mit europäischen Einflüssen freuen“. Beim Schlachthofbäck soll der Beweis angetreten werden, dass bei den Musiknacht-Fans auch Mundart ankommt. Dafür sorgt die Gruppe Muntermonika: zwei Gitarren, zwei Stimmen – made in Bayern.

Rund um die vielen Auftritte an diversen Stellen in der Stadt, haben die Macher ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, das sich sehen und hören lassen kann. Das Swing Bohème Orchestra sorgt als Marching Band zwischen dem Schillerplatz und dem Lammbrunnen für gute Laune. Und um 22 Uhr entfacht der Feuermagier Matthias Widmann auf dem Schillerplatz eine Show, die – so hoffen die Organisatoren – „buchstäblich zünden wird“.

Nach 1 Uhr kann weiter gefeiert werden

Wer nach fünf Stunden Livemusik noch nicht genug hat, dem kann geholfen werden. Von 1 Uhr an kann bei diversen Partys nach Herzenslust weitergeschwoft und -gefeiert werden. Erst um 3 Uhr werden die Lautstärkeregler heruntergedreht.

Bereits zum dritten Mal kommen auch Leckermäuler voll auf ihre Kosten. Denn in der Fußgängerzone wird eine kulinarische Meile aufgebaut, die erstmals mit einer „Chocobar“ aufwartet. Für Naschkatzen gibt es dort unter anderem Choco-Kebaps.

Der Vorverkauf beginnt

Tickets
Die Eintrittsbänder für die Nürtinger Musiknacht gibt es von diesem Freitag an im Vorverkauf zum Preis von jeweils zwölf Euro. Man kann sie unter anderem im Schlachthofbräu, im Tanzstudio Rapp und in der Alten Seegrasspinnerei kaufen. Die Kulturamtsleiterin Susanne Ackermann empfiehlt den Vorverkauf, um Wartezeiten an der Abendkasse in der Stadthalle K3N zu vermeiden, an denen die Tickets zudem jeweils 14 Euro kosten.

Service
Um nicht mühsam auf Parkplatzsuche gehen zu müssen, richtet die Stadt Nürtingen für Musiknachtbesucher Sonderbuslinien ein. Nähere Informationen darüber gibt es unter www.nuertingen.de/geoportal/musiknacht.

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