Barbara Bürkle stammt aus Rohr und ist eine Vollblutmusikerin. Foto: Michael Conny Geiger/z

Barbara Bürkle ist eine erfolgreiche Jazz-Sängerin und hat eine neue CD veröffentlicht. Durch ihre in Rohr lebenden Eltern ist die gebürtige Böblingerin auch heute noch fest mit dem Stadtteil verwurzelt.

Rohr - Eine Dynamik, die auch mal Raum für leise Töne lässt, das ist es, was für Barbara Bürkle den Jazz auszeichnet. Deshalb sind auch viele Songs auf dem jüngst erschienenen Album ‚Look For The Silver Lining’ eine dynamische Mischung aus Swing, Latin, Soul und natürlich ihrem favorisiertem Stil, dem Jazz.

Inspiration in der Badewanne

Bis 1999 lebte die gebürtige Böblingerin in Rohr – dann zog sie zum Studium nach Mannheim. Mittlerweile lebt sie in Bad Cannstatt. „Durch meine Eltern, die noch immer in Rohr leben, bin ich nach wie vor im Stadtteil verwurzelt“, sagt die 34-Jährige. Folglich freut sich die Sängerin auch besonders, dass auch lokale Geschäfte die CD ins Angebot genommen haben. „Bei der Buchhandlung Hertfelder habe ich früher selbst eingekauft“, sagt Bürkle.

Ähnlich wie bei anderen Künstlern, mit denen sie gesprochen hat, nimmt Bürkle ihre Inspiration von überall her: Manchmal kommen ihr die Ideen für die eigenen Kompositionen auch in der Badewanne. „Ähnlich wie beim Träumen ist alles eine wilde Mischung“, sagt die Sängerin lachend. Was sie dann daraus macht, ist ganz unterschiedlich. Und wie bei jedem künstlerische Prozess, kann sie auch nicht abschätzen, wie lange es dauert, bis etwas Neues entsteht. Aber wenn es einmal fließt, dann fließt es eben, meint sie.

Auch alte Lieder werden interpretiert

Oftmals nimmt sie ihre Inspiration auch aus der Begegnung mit anderen Künstlern. Im Jazz-Club Kiste in der Hauptstätter-straße 35 hat sie ihre Bandkollegen kennengelernt, mit denen sie nun als Barbara Bürkle Band die CD herausgebracht hat. Alexander Kuhn, Gee Hye Lee, Jens Loh und Daniel Mudrack unterstützen sie. „Ich fühle mich sehr von meiner Band getragen“, sagt die Sängerin. Zusammen schaffen es die Musiker, so Bürkle, eine Leidenschaft zu erzeugen, in die man richtig eintauchen könne. Herausgekommen sei ein Album, das eine eher positive Grundstimmung vermitteln möchte. „Ein wenig Sonnenschein ins Wohnzimmer bei all dem Grau“, sagt Bürkle und lacht. Trotzdem habe ihre Musik auch immer ein gewisses Maß an Tiefgang.

Die Vollblutmusikerin schreibt aber nicht nur eigene Songs: Auch Klassiker von Ella Fitzgerald, Aretha Franklin oder Diane Reeves gehören zu ihrem Repertoire – aber immer mit viel Liebe zur Musik und Lebensfreude interpretiert.

Auch einige ihrer ehemaligen Lehrer vom Hegel-Gymnasium in Vaihingen sind mittlerweile treue Zuhörer ihrer Musik geworden. „Als wir mit dem Barbara Bürkle Quintett im Oktober vor dem Landtag aufgetreten sind, kam eine Lehrerin zum Konzert“, sagt die 34-jährige Musikerin. Gerade über diese Kontakte zur alten Heimat freue sie sich sehr.

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