Grup Huub bringen ihr Publikum mit Ska, Swing und Polka zum Tanzen. Foto: Grup Huub

Die Ska- und Polka-Band Grup Huub hat es vom Naberner Musikverein auf größere Festival-Bühnen geschafft. Wir stellen die sechsköpfige Truppe vor.

Kirchheim/Teck - Im Jahr 2015 haben sich sechs junge Männer aus Bissingen und KirchheimNabern zu der Band Grup Huub zusammengetan. Ein Jahr und 15 Auftritte später standen sie bereits auf der Bühne des Chiemsee Summer Festivals. Dort werden auch Bands wie Wanda, Casper, Billy Talent, Clueso und The Offspring gebucht. Ein Schritt hin zu den Großen der Szene.

„Das Chiemsee Festival 2016 war ein Riesenerlebnis für uns“, sagt Linus Baum, der Sänger und Bassist. „Wir wurden dort wieder für 2017 gebucht, unser Auftritt fiel aber leider wegen eines heftigen Sturms ins Wasser.“ Der ausgefallene Festivalauftritt wirft die sechsköpfige Band jedoch nicht zurück. „Das ging sowieso alles total schnell“, findet der Schlagzeuger Aaron Götzelmann. „2016 haben wir uns bemüht, Bookings zu bekommen, und viele Contests für Festivals gespielt. Mittlerweile kommen Veranstalter auf uns zu und wir spielen im ganzen süddeutschen Raum.“

Der Sound steht im Vordergrund

Götzelmann gibt den Takt vor, wenn die junge Truppe zum Tanzen bläst: Ihr Markenzeichen sind die Blasinstrumente Trompete und Posaune, die ihren Ska- und Polkasound mit leichter Swingnote komplett machen. Live animiert der Sound das Publikum zum Tanzen und Springen. Allen voran die Bandmitglieder selbst. Auf kleineren Bühnen kann es da schon mal eng werden.

Eindrücke gibt’s hier:

„Wir haben einfach selbst so viel Spaß bei Live-Auftritten und das überträgt sich auf das Publikum. Am schönsten ist es dann noch, wenn wir als Einheit wahrgenommen werden. Wir haben in dem Sinne keinen Frontmann“, so Baum. Auch textlich geht es ums Spaß haben, um Frauen, ums Reisen, allerdings solle man da nicht jedes Wort ihrer englischen Texte genau nehmen, meint Baum. „Der Sound steht bei uns im Vordergrund.“

Damit orientieren sich Grup Huub an ihrem Vorbild, der Band LaBrassBanda, die mit tanzbarer Pop-Blasmusik international erfolgreich ist. In diesem Jahr spielten die Jungs aus Bissingen und Nabern sogar als Vorgruppe ihrer Idole aus Bayern bei einem Auftritt in Walddorfhäslach.

LaBrassBanda sind das große Vorbild

Für den Mann an der Trompete, Paul Baum, sei LaBrassBanda ohnehin der Grund, weshalb er überhaupt noch Trompete spiele, so sein Bruder Linus. „Seitdem wir die Trompete integriert haben, kommt unsere Musik besser beim Publikum an, als der Indie und Punk, den wir davor gemacht haben.“

Kennengelernt haben sich die sechs Jungs im Musikverein in Nabern und in einer Schulband in Weilheim. Bislang machen sie vom Songwriting bis zur Organisation der Auftritte noch alles selbst. „Falls es jedoch größer wird, müssen wir was abgeben, wir sind ja alle berufstätig oder studieren“, sagt der 21-jährige Götzelmann. Genau davon träumt jedoch sein Bandkollege Baum: „Wenn ich mit der Musik mein Geld verdienen könnte, würde ich sofort alles andere hinschmeißen.“

Termine: Am Samstag, den 2. September spielt die Band um 18 Uhr beim Jubiläumsfest der Bar Wunderbar in Kirchheim/Teck, Widerholtstraße 2 und am 15. September beim Gerberviertelfest in Stuttgart.

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