Die Frauen seines Märchenreichs himmeln den Prinzen in „Cinderella“ an: Der Darsteller Robin Kops genießt das. Foto: Michael Eick

Am Gustav-Stresemann-Gymnasium in Schmiden wird „Cinderella“ einstudiert. Das märchenhafte Musical wird zeitgemäß aufbereitet und Anfang März in der Schwabenlandhalle aufgeführt. Die aufwendigen Proben laufen seit Monaten.

Schmiden - Wer hätte gedacht, das Prinz Christopher Rupert Windermere Vladimir Carl Alexander Francois Reginald Lancelot Herman Gregory James in Fellbach demnächst zu einem großen gesellschaftlichen Ereignis einladen wird – einem Ball.

Bereits seit den Sommerferien laufen die Proben

Denn der verwöhnte Spross aus höchstem Hause ist im besten heiratsfähigen Alter. Obwohl ihm die Herzen der Frauen gerade nur so zufliegen, die „Richtige“ ist bisher noch nicht aufgetaucht. Das Problem ist nur: Der Prinz hat keinerlei Interesse an derlei Festivitäten. Ganz im Gegensatz zu den Scharen von jungen Damen, die ihm zu Füßen liegen.

Es ist wohl nicht nur im Märchen, sondern auch im echten Leben gar nicht so leicht, in die Rolle eines Prinzen hineinzuwachsen. Robin Kops, der den Prinzen im neuen Musical des Gustav-Stresemann-Gymnasiums (GSG) verkörpern wird, muss sich als normaler Schüler erst einmal mit den Gepflogenheiten am Hofe vertraut machen. Er und die anderen Darsteller in „Cinderella“ haben jedoch weit mehr einzustudieren: Text, Choreografie, Gestik, Mimik und nicht zu vergessen die Musik. Bereits seit den Sommerferien proben Schauspieler, Chor und Orchester des vielköpfigen Ensembles, das aus Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen besteht. Um das enorme Probenpensum zu absolvieren, wird auch an einigen Wochenenden fleißig geübt.

Warum man sich am GSG ausgerechnet für ein Märchenmusical in der heutigen Zeit entschieden hat?

Auch wenn die Darsteller und Musiker mittendrin stecken und noch einiges an Text auswendig zu lernen haben, so ist bereits jetzt zu erahnen, dass hier eine große Darbietung heranreift, die ganz in der Tradition der GSG-Musicalaufführungen stehen wird. „Cinderella“ wird Anfang März mit zwei Aufführungen in der Fellbacher Schwabenlandhalle auf die Bühne kommen. Das Stück mit dem bekannten Stoff wird in Schmiden völlig neuartig inszeniert. So bekommt das Publikum die märchenhafte Geschichte aus verschiedenen Perspektiven dargeboten und wird dabei so manches kleine Wunder erleben.

Warum man sich am GSG ausgerechnet für ein Märchenmusical in der heutigen Zeit entschieden hat? „Vor dieser Frage standen wir auch, als wir das neue Stück auswählten“, bekennt Ralph Nigl, der für Regie und Dramaturgie verantwortlich ist. Die Entscheidung für ein neues Musical fiel der künstlerischen Leitung um ihn und Nele Gerhardt (Chor), Fritz Schuler (Orchester) sowie Anke Schubert (Choreografie) nicht leicht. „Wir haben schließlich einen Weg gefunden, dieses Stück in die Gegenwart zu holen“, erläutert Nigl.

Und natürlich darf bei einem echten Märchen die gute Fee nicht fehlen

Es werde einige ganz neue Einsichten und einen ungeahnten Blick auf Cinderella (gespielt von Luca Lawitschka) und ihre beiden Stiefschwestern (Elena Ganser, Irma van der Geer) sowie deren Mutter (Sarah Trüb) geben. Auch das Leben der royalen Familie um den Prinzen und seine Eltern (gespielt von Lena van der Geer und Bastian Pantle) erlebt man aus einem ganz neuen Blickwinkel. Und natürlich darf bei einem echten Märchen die gute Fee nicht fehlen (Amelie Zerweck), die hoffentlich nicht nur Aschenputtel, sondern auch das Publikum verzaubern wird.

So dürfen sich alle jene, die eine Karte bei den stets begehrten Aufführungen ergattern können, auf eine Inszenierung freuen, die mit den gewohnten Routinen aufräumt. Die Premiere ist am Donnerstag, 5. März, Jahres in der Schwabenlandhalle. Eine weitere Aufführung ist am Tag darauf, 6. März. Der Kartenvorverkauf läuft. Tickets sind beim i-Punkt der Stadt Fellbach erhältlich. Die Preise liegen in der Kategorie III bei 15 Euro, in Kategorie II bei 20 Euro und 25 Euro in Kategorie I, Schüler und Studierende erhalten jeweils 7 Euro Ermäßigung.

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