Hartmut Engler wird mit seiner Band Pur im kommenden Sommer quasi ein Heimspiel im Ludwigsburger Schlosshof haben Foto: dpa

Dieter Thomas Kuhn, Pur, eine Pink-Floyd-Show und ein MTV-Unplugged: die Veranstalter haben das Line-up für die Music-Open im kommenden Sommer bekannt gegeben. Mehrere Stars haben abgesagt – aus unterschiedlichen Gründen.

Ludwigsburg – Die Veranstalter haben am Freitag das Line-up für die Music-Open im kommenden Jahr verkündet – zumindest zum Teil. Das Festival im Hof des Ludwigsburger Residenzschlosses beginnt am 28. Juli und endet am 7. August. Sicher mit dabei sind der Schlagersänger Dieter Thomas Kuhn, die Lokalmatadoren Pur aus Bietigheim-Bissingen und ein Orchester, das Pink Floyds legendäre Rockshow „The Wall“ auf die Bühne bringt. Auch ein MTV-Unplugged-Konzert ist geplant. „Aber den Namen des Künstlers dürfen wir noch nicht nennen“, sagt Michael Scholz, der Geschäftsführer der Eventstifter-Agentur, die das Festival organisiert. Das gilt auch für weitere Musiker, deren Verträge gerade erst unterschrieben wurden.

Fest steht, dass die Big-City-Beats-Reihe für die Music-Open nach Ludwigsburg kommt. Dabei handelt es sich um ein Festival mit überwiegend elektronischer Musik, aber: „Die Namen der einzelnen Künstler reichen wir nach“, sagt Helmut Klass, ebenfalls Geschäftsführer der Eventstifter. „Es werden aber nicht David Guetta oder Avicii sein, die können wir uns nicht leisten.“

Die Veranstalter hoffen auf einen neuen Zuschauerrekord

Sechs Veranstaltungen sind vorgesehen. Die Eventstifter und die Kreissparkasse als Hauptsponsor hoffen, den Zuschauerrekord aus diesem Jahr zu übertreffen. 2015 kamen rund 33 000 Besucher zu den Auftritten von Stefanie Heinzmann, Casper oder Sunrise Avenue.

Die Agentur hat nach eigener Aussage für das kommende Jahr bei zahlreichen nationalen und internationalen Stars wie Herbert Grönemeyer, Neil Young oder David Gilmour, dem Sänger und Gitarristen von Pink Floyd, angefragt, aber letztlich erfolglos. Bei einigen Künstlern sei es an den Gagenforderungen gescheitert, bei vielen auch an den technischen und räumlichen Voraussetzungen im Schlosshof. „Grönemeyer hätte so viel Technik mitgebracht, dass wir das nicht hätten unterbringen können“, sagt Klass. Gleichwohl sei man mit den Künstlern, die zugesagt haben, sehr zufrieden. „Wir sind immer bestrebt, eine möglichst breite Palette anzubieten, damit für jeden etwas dabei ist.“ Auch Stephan Hurst, der Verwalter des Residenzschlosses, lobte die Entwicklung des Festivals. „Die Music-Open haben sich als überregionale Marke etabliert, und das kommt auch dem Schloss zugute.“

Der Terror von Paris erschwert die Festival-Planung

Ein Problem bei der weiteren Planung sei derzeit, so die Eventstifter, dass die Folgen der Terroranschläge in Paris noch nicht absehbar seien. „Viele Künstler sind momentan nervös“, sagt Klass. Hinzu komme, dass Versicherungen nicht bereit seien, Großveranstaltungen gegen mögliche Terroranschläge zu versichern.

Die Besucher scheinen diesbezüglich weniger Sorgen zu haben. Der Vorverkauf für das Kuhn-Konzert hat vor einiger Zeit begonnen, 8200 der 10 000 zur Verfügung stehenden Karten sind bereits weg. Für Pur und die Pink-Floyd-Show des Atomic-Brick-Orchestra, das vermutlich von einem lokalen Schülerchor unterstützt wird, sind seit Freitag Tickets auf dem Markt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: