Wer nur Banksys Schredderwerk betrachten will, kann das im Museum Frieder Burda kostenlos tun. Foto: dpa

Das geschredderte Banksy-Bild hat bislang 28 000 Besucher nach Baden-Baden gelockt. Bald kommt das Werk auch nach Stuttgart.

Baden-Baden - Rund 28.000 Besucher haben bislang das Schredderbild „Love is in the bin“ („Liebe ist im Eimer“) des britischen Street-Art-Künstlers Banksy in Baden-Baden gesehen. Allein am Sonntag habe das Museum Frieder Burda 4.000 Besucher gezählt, sagte Pressesprecherin Ute Rosenfeld am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Museum zeigt seit zwei Wochen das neu benannte Bild.

Bild geht als Dauerleihgabe nach Stuttgart

Das ursprüngliche Werk „Girl with balloon“ („Mädchen mit Ballon“) hatte im Herbst vergangenen Jahres Schlagzeilen gemacht, nachdem es bei einer Auktion über einen Mechanismus im Rahmen geschreddert worden war. In Baden-Baden ist „Love is in the bin“ bis zum 3. März zu sehen, inmitten einer Sonderausstellung zur Künstlervereinigung Brücke mit Werken unter anderem von Emil Nolde und Ernst-Ludwig Kirchner. Im Anschluss an die Ausstellung in Baden-Baden geht das Schredder-Bild als Dauerleihgabe in die Stuttgarter Staatsgalerie.

Wer nur Banksys Schredderwerk betrachten will, kann das im Museum kostenlos tun. Das taten in den ersten beiden Wochen 15.000 überwiegend jüngere Menschen. 13.000 hätten zudem die Brücke-Ausstellung bei regulärem Eintritt besucht, sagte Rosenberg.

Ursprungswerk umgetauft

Bei der Auktion im vergangenen Herbst beim Londoner Auktionshaus Sotheby’s herrschte Entsetzen, nachdem der zerstörerische Mechanismus per Fernbedienung in Betrieb gesetzt worden war. Banksy hatte sein Ursprungswerk von 2006 eine Woche nach der Aktion umgetauft.

Der Künstler, von dem man nur weiß, dass er vermutlich 1974 in Bristol geboren wurde, ist vor allem bekannt für seine satirischen Graffiti an Hauswänden. Auf Instagram folgen ihm Millionen junger Menschen, die entweder seine Kunst oder seine Kritik am traditionellen Kunstbetrieb schätzen.

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