Vogelfibeln aus dem Keltenmuseum Hochdorf/Enz Foto: factum/Weise/Andreas Weise/factum

Einen Zuschuss in Höhe von 643.000 Euro soll das Keltenmuseum Hochdorf/Enz im Landkreis Ludwigsburg erhalten. Zusätzlich kommt auch noch Geld vom Land.

Eberdingen - Das Keltenmuseum Hochdorf/Enz im Landkreis Ludwigsburg soll vom Bund einen Zuschuss in Höhe von 643.000 Euro erhalten. Damit werde eine „weitere bedeutende keltische Fundstätte in Baden-Württemberg“ gefördert, wie Kunststaatsekretärin Petra Olschowski (Grüne) am Donnerstag mitteilte. Das Land stelle im Rahmen der Keltenkonzeption weitere 350.000 Euro bereit.

Das Geld soll demnach „für die Ertüchtigung des Museums, moderne Museumsdidaktik mit medialen und digitalen Vermittlungsangeboten sowie die Vernetzung des Hauses mit anderen Keltenstätten“ verwendet werden.

Keltisches Hügelgrab ist fast 2500 Jahre alt

Das Keltenmuseum Eberdingen-Hochdorf hat als Ort eines nicht geplünderten frühkeltischen Hügelgrabs aus der Hallstatt-Zeit (um 540 vor Christus) Seltenheitswert. Dort werden heute anhand von Repliken Funde aus der Grabstätte eines frühkeltischen Fürsten ausgestellt. Es war 1968 entdeckt und zehn Jahre später untersucht worden. „Das keltische Erbe hat nationalen, ja europäischen Rang“, sagte Olschowski laut Mitteilung.

Außerdem unterstütze der Bund drei weitere „national bedeutsame Kultureinrichtungen“ in Baden-Württemberg mit voraussichtlich etwas mehr als drei Millionen Euro: Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, das Museum Ulm und das nach eigenen Angaben bundesweit einmalige Laupheimer Museum zur Geschichte von Christen und Juden.

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