Max Plessing (links) und Maximilian Koch wollen den weinbasierte Wachmacher zur hippen Marke machen. Foto: weinfly/Christoph Schmidt

Maximilian Koch und Max Plessing starten mit ihrem weinbasierten Wachmacher Weinfly durch. Den Muntermacher ohne üblichen Energydrink-Gout wollen sie weltweit als Marke etablieren und zum Inbegriff eines belebenden Weingenusses machen.

Weinstadt - „Das ist der erste Wein mit Energy“, sagt Max Plessing mit breitem Grinsen im Gesicht. Nicht irgendein Weinmischgetränk, reiner Wein mit ebenfalls unverfälschten modernen Muntermachern – je 0,04 Prozent Guarana und Taurin und 0,02 Prozent Koffein. Ausgerechnet oder gerade eben im Remstal hat der Fellbacher zusammen mit seinem Schulfreund Maximilian Koch Weinfly aus der Taufe gehoben – ein Hallo-Wach-Weingetränk, das zur absolut weinübergreifende Marke werden soll: „Wir wollen das Coca-Cola des Weins werden.“

Aus einer Schnapsidee heraus wird Weinfly geboren

„Die Energydrinks haben uns einfach nicht geschmeckt, wir fanden die furchtbar“, erzählt Maximilian Koch aus der Vorgeschichte des Projekts, das die beiden inzwischen zu ihrem Hauptjob gemacht haben. Dann kam das, was die Jungs („Wir sind keine Sommeliers, wir trinken auch gern mal ein Bier“) selbst als eine echte Schnapsidee bezeichnen. Ein party-, club- und alltagstauglicher Muntermacher auf Weinbasis, der nicht nur wach macht, sondern auch ordentlich schmeckt. „Wodka-Energy und Co. konnten wir nicht mehr sehen, wir wollten ein Energy-Getränk mit Stil.“ Andererseits trinken die beiden auch gern Wein, sagen sie – „aber da fehlt der Effekt von den Energydrinks“.

Ein weiterer Kumpel, ein Wengerter aus der Gegend, dessen Name allerdings geheim bleiben soll, ist mit Know-how und Abfüllanlage ein Glücksfall für die kreativen Geister hinter dem Wein mit Flügeln. Und – der 27-jährige Max Plessing hat ja schließlich ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing hinter sich – das heuer seit exakt einem Jahr trinkbare Projekt Weinfly wird nun an allen Ecken und Enden professionell aufgezogen. Mit einer eigens dafür gegründeten haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft (UG) namens Weinfly Company, mit Wirtschafts- und Marketingkonzept und viel Engagement. „Was bisher an Einnahmen hereinkommt, wird investiert“, sagt Max. Bisher liegen die Verkaufszahlen im fünfstelligen Bereich, im kommenden Jahr stehen laut Wirtschaftsplanung die höheren Hunderttausender an, und das Jahr drauf wollen die beiden Wein-Überflieger den möglichst höheren Millionenbereich knacken.

„Die Marke steht im Mittelpunkt“

Die Frage, wovon sie in Zeiten des Unternehmensaufbaus lebten, beantwortet der Jurastudent Maximilian (26) sinngemäß so: Man habe den Vorteil guter Elternhäuser und jobbe halt nebenbei. Aber eins ist klar: Weinfly soll die Zukunft der beiden sein. „Die Marke steht bei uns absolut im Mittelpunkt.“ Das Credo: „Wenn jemand an Wein denkt, dann soll ihm sofort Weinfly einfallen“, träumen die beiden ziemlich selbstbewusst in trendbestimmenden Markendimensionen wie Tempo, Cola, Kärchern oder Redbull. Da darf natürlich das entsprechende Merchandise-Angebot nicht fehlen: Weinfly als pechschwarzes T-Shirt, Kapuzenkittel oder Cap – alles online buchbar im Shop unter www.weinfly.com.

Und auch das Produkt selbst ist in Format und Aufmachung gradlinig entworfen. Es gibt ausschließlich das handliche 0,2-Liter-Fläschle. Kein ausuferndes Sortiment, sondern einfach das Weinfly mit dem bewusst englisch gehaltenen Untertitel „the first wine with energy“. Auch in den Bestellgrößen „schwimmen wir ganz mit Absicht gegen den Strom“, sagt Max. Neben Einzelflaschen sind die Wachmacher übers Internet im Onlineshop als Viererkarton („Flying-Fource“, 16,99 Euro), im Zwölferpack oder im großen 24er-Paket (74,99) zu haben.

Neuerdings steht der WeinWachmacher mit dem Charakter eines fruchtig-erdbeerigen Rosésekts mit anhaltend herbem Beigeschmack auch im Remstalmarkt Mack in Weinstadt und im Schorndorfer Kino Traumpalast für drei Euro im Regal. Ansonsten sind Max und Maximilian auf Achse in Sachen Weinfly. Auf Messen werde der Stand öfter einmal richtig überrannt. In Hamburg etwa – „da sind die Leute offener für so was“ – seien sie komplett ausverkauft gewesen. „Am Ende haben wir nur noch Karten gespielt.“

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