Landtagspräsidentin Muhterem Aras. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann will Kindern, die kein Deutsch sprechen, den Gang zur Grundschule verbieten. Landtagspräsidentin Muhterem Aras hält überhaupt nichts von diesem Vorschlag.

Stuttgart - Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) hat sich kritisch zu dem Vorstoß von Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann geäußert, wonach Kinder, die kein Deutsch sprechen, nicht an Grundschulen aufgenommen werden sollten. „Ich sprach kein Deutsch, als ich als 12-Jährige in die Hauptschule kam“, kommentierte die Grünen-Politikerin mit türkischen Wurzeln Linnemanns Vorschlag auf Twitter. „Als meine Nebensitzerin in der 1. Stunde sah, dass ich die Matheaufgabe gelöst hatte, durfte ich sie an der Tafel vorrechnen. Später habe ich ein Steuerbüro aufgebaut und wurde Präsidentin.“

Linnemann schlägt Vorschulpflicht vor

Linnemann hatte der „Rheinischen Post“ (Dienstag) gesagt: „Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen.“ Linnemann schlägt für betroffene Kinder eine Vorschulpflicht vor. Notfalls müsse eine Einschulung auch zurückgestellt werden, sagte er.

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