Die Anforderungen an die Lagerkapazitäten sind strenger geworden. Foto: Zweygarth

Zwei Speicher in der Betriebsstelle an der Burgholzstraße müssen in diesem Jahr außer Betrieb genommen werden.

Münster - Die AWS-Salzsiloanlagen sind zwischen 29 und 51 Jahre alt. Der bauliche Zustand der Fundamente, Stützfüße und Kräne ist zum Teil sehr schlecht. Die Standsicherheit ist mittelfristig nicht mehr gewährleistet.

In den vergangenen beiden Jahren hat sich der Zustand der Anlagen erheblich verschlechtert, heißt es in der Vorlage, die kürzlich im Ausschuss für Umwelt und Technik Thema war. In der Winterperiode 2011/12 musste beispielsweise eines der beiden Salzsilos in der Betriebsstelle Feuerbach aus Standsicherheitsgründen gesperrt werden. Ebenfalls aus Gründen der Standsicherheit sind zwei der sechs Speicher der Betriebsstelle an der Burgholzstraße außer Betrieb genommen worden. Außerdem würden die vorhandenen Lagerkapazitäten den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Einige Standorte seien bereits komplett weggefallen, bei anderen die Nutzungsdauer zeitlich begrenzt. Daher wurde im Jahr 2010 eine neue Salz-, Sole- und Splittlagerkonzeption erarbeitet. Das städtische Hochbauamt wurde im Februar des vorigen Jahres mit der Umsetzung beauftragt.

Es wurden für den Zuständigkeitsbereich des AWS im Stadtgebiet Stuttgart Lagerkapazitäten von zwischen 4500 und 7000 Tonnen Salz ermittelt. Die Erfahrung insbesondere der vergangenen Winter habe gezeigt, dass gerade dann, wenn viel Salz benötigt werde, wenig oder keines geliefert werden könne. Die derzeitige Lagerkapazität von etwa 2700 Tonnen Streusalz reiche daher nicht aus.

Angestrebt wird langfristig eine Lagerkapazität von 4500 Tonnen. Zusätzlich wurde eine Lagerhalle angemietet, in der eine Notreserve von etwa 2500 Tonnen Salz gelagert werden kann. Der schlechte Ist-Zustand hat zur Folge, dass an einzelnen Standorten gebaut werden muss. Der erste Schritt ist der Neubau eines Salzlagers mit 500 Tonnen Lagerkapazität in der Zentrale des AWS an der Heinrich-Baumann-Straße. Mit dem Bau wurde bereits begonnen. In einem zweiten Schritt soll eine Siloanlage an der Leobener Straße in Feuerbach mit etwa 700 Tonnen Lagerkapazität gebaut werden. Die alte Siloanlage und die Lagerhalle sollen abgerissen werden. Die Baugenehmigung liegt vor. Damit die Anlage im Winter 2013/14 betriebsbereit ist, muss mit dem Bau im kommenden Frühjahr begonnen werden. Der dritte Schritt ist neues Salzlager mit insgesamt 400 Tonnen Lagerkapazität an der Burgholzstraße im kommenden Jahr.

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