Der Flüchtige wurde später in München festgenommen (Symbolbild). Foto: dpa

Ein 20-jähriger Mann, der eigentlich in einem Gefängnis in Heimsheim untergebracht ist, flieht mit einem Sprung aus dem afghanischen Generalkonsulats in Grünwald bei München. Die Flucht dauert jedoch nicht lange.

München/Heimsheim - Mit einem Sprung aus dem ersten Obergeschoss des afghanischen Generalkonsulats in Grünwald bei München ist einem Häftling aus Baden-Württemberg vorübergehend die Flucht gelungen. Nach mehreren Stunden nahmen Beamte den 20-Jährigen am Donnerstag fest, wie die Polizei mitteilte. Zusammen mit einem anderen Häftling hatte der Mann am Mittwoch einen Termin in dem Konsulat. Der 20-Jährige saß wegen Körperverletzung im Gefängnis in Heimsheim (Enzkreis), wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg sagte. Der Mann solle nun dorthin zurückgebracht werden, stehe aber kurz vor seiner Entlassung.

Tram-Fahrer ruft die Polizei

Für einen angeblichen Toilettengang hatten die Polizisten dem 20-Jährigen die Handfesseln abgenommen. Der junge Mann sprang aus dem Fenster der Toilette im ersten Obergeschoss und kletterte anschließend über den zwei Meter hohen Zaun des Konsulats. Der Fahrer einer Tram erkannte den Flüchtigen am Donnerstagvormittag an einer Haltestelle und rief die Polizei, die ihn festnahm.

Aus demselben Konsulat war Ende Juli ein Untersuchungshäftling geflohen. Auch er war aus einem Toilettenfenster gesprungen. Nach dem 19-Jährigen, der als gewaltbereit gilt, sucht die Polizei noch immer. Bisher habe es keine Gespräche mit der diplomatischen Vertretung über die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Gelände gegeben, hieß es von der Polizei.

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