Zigarettenkippen sind nicht nur schlecht für die Umwelt, das kann auch richtig teuer werden. Foto: : Lichtgut/Verena Ecker

Wer Müll nicht in den nächsten Mülleimer wirft, schadet nicht nur der Umwelt. Auch für den Geldbeutel kann das Folgen haben. Die Bußgelder sind in den zurückliegenden Jahren stark gestiegen.

Stuttgart - In den Sommerwochen geht es in der Stadt immer wieder um den vielen achtlos weggeworfenen Müll. Das Wegwerfen ist nicht nur verboten, sondern seit zwei Jahren auch ganz schön teuer: Die Stadt hat die Bußgeldverordnung des Landes umgesetzt. Die neuen Sätze gelten seit Dezember 2018. Wer einen Kaugummi, Zigaretten oder deren leere Schachtel wegwirft, zahlt 75 Euro plus eine Verwaltungsgebühr, also gut 100 Euro. Größere Gegenstände wegzuwerfen, kann zwischen 100 und 800 Euro Bußgeld kosten. Davor hatte die Obergrenze bei 500 Euro gelegen, eine weggeworfene Kippe kostete nur 20 Euro.

Die Bußgeldsumme hat sich mehr als verdoppelt

Die Stadt hat zudem Stellen im Vollzugsdienst geschaffen, die das illegale Wegwerfen ahnden. Zwar sind die Verfahren nicht nach den einzelnen Verstößen aufgeteilt in der Übersicht der Stadt, aber ein Trend ist klar zu erkennen: 2019 kamen bei 360 Bußgeldverfahren rund knapp 39 000 Euro zusammen. 2020 sind es bis jetzt schon 305 Verfahren gewesen, in denen Bußgelder in Höhe von insgesamt gut 40 000 Euro eingefordert wurden. Zum Vergleich: Bevor der Bußgeldkatalog überarbeitet wurde, kamen 2018 bis Anfang Dezember – seither greifen die neuen Regeln – laut der Stadt in 155 Bußgeldverfahren 17 600 Euro in die Kasse.

In diesem Jahr verzeichnen die Mitarbeiter des Vollzugsdienstes bereits 1635 Streifengänge im Rahmen des Programms „Sauberes Stuttgart“. Diese führten zu 177 sogenannten Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 52 Verwarnungen, bei denen ein Bußgeld bar erhoben wurde. Hinzu kommen 6 mündliche Verwarnungen und 5 Belehrungen.

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