Der Rest vom Silvester-Fest: Müll auf dem Birkenkopf. Eine Aufnahme vom Dienstag dieser Woche. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Das neue Jahr ist schon eineinhalb Wochen alt. Auf dem Birkenkopf sieht’s teilsweise aber noch aus wie in der Silvesternacht: leere Flaschen und anderer Müll liegen herum. Das ärgert Leser.

Stuttgart - Schlichtweg „geschockt“ sei sie gewesen, berichtet eine Leserin, als sie am Neujahrstag auf den Birkenkopf (Monte Scherbelino) spazierte und dort Berge von Silvestermüll vorfand. Unter dem anhaltenden negativen Eindruck schrieb sie Tage später an die Redaktion: „Eine der schönsten Aussichtspunkte in Stuttgart trauert seit dem Neujahrmorgen wegen nicht entsorgter Müllberge.“ Der Missstand bestand auch in dieser Woche noch fort, wie die Aufnahme unseres Fotografen vom Dienstag zeigt.

Niemand habe etwas gegen Feste an diesem Ort, schreibt die Leserin weiter, die namentlich nicht genannt werden will. Die Feiernden sollten ihren Müll aber bitteschön mitnehmen und selbst entsorgen. Es bestehe sonst die Gefahr, dass Spaziergänger über den Müll stolperten und sich Tiere an herumliegenden Glasscherben verletzten. Ihr Appell: „Nachdenken und entsprechend handeln lohnt sich auch 2019. Das wäre ein Segen für das Gemeinwohl einer ganzen Stadt.“

Jetzt hängt’s vom Schneefall ab

Das Amt für Abfallwirtschaft bestätigt die Verunreinigung des Monte Scherbelino. Nach seinen Angaben ist die Säuberung im Gang: „Bereits am Dienstag haben zwei Teams mit der Reinigung auf dem Birkenkopf begonnen“, teilte Martin Thronberens, Sprecher des städtischen Eigenbetriebs, am Mittwoch auf Anfrage mit. „Durch den starken Wind wurden die bereits gereinigten Flächen allerdings wieder verunreinigt.“ Wenn der Winter den Mitarbeitern keinen Strich durch die Rechnung mache, „wird der Silvestermüll Donnerstag entsorgt“. Sollte es allerdings zu starken Schneefällen kommen und der Müll unter einer Schneeschicht begraben sein, erfolge die Entsorgung „leider erst dann, wenn man ihn wieder als Silvestermüll erkennen kann“.

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