In angrenzenden Bereichen, z.B. in Freiberg, werden Bewohner ausreichend mit Lebensmitteln versorgt Foto: Kleinschmidt

Die Wirtschaftsförderung des Rathauses spricht sich für eine Zusammenlegung von Ladenflächen aus.

Mühlhausen - Im vergangenen Jahr hatte Mühlhausens Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler zusammen mit dem Wirtschaftsförderer und den Eigentümern des Ladenzentrums zur Beratung eingeladen. Löffler hatte nach dem Treffen erklärt: „Die Versorgungslage in Mönchfeld ist nicht besonders gut, aber auch nicht dramatisch.“ Der Hintergrund: im vergangenen Frühjahr hatte der Bonus-Markt geschlossen und damit das letzte Lebensmittelgeschäft in Mönchfeld dichtgemacht. Grund für die Schließung war Kritik der Lebensmittelkontrolleure gewesen. Sie hatten moniert, dass sich die Räumlichkeiten im Sommer zu stark erwärmen und daher ungeeignet seien für die Lebensmittellagerung. Große Investitionen in ein Kühlsystem aber wollte die Gesellschaft für berufliche Reintegration (SbR) für den Bonus-Markt nicht tätigen angesichts des kleinen Ladens, wie Geschäftsführer Manfred Kaul erklärte. Er hatte keine Lösung für das Problem und auf die Stadt verwiesen.

Inzwischen hat sich im Ladenzentrum etwas getan: So ist die Filiale der BW-Bank modernisiert und hat wieder eröffnet. Dennoch gibt es Leerstände, wie das Schlecker-Geschäft, das geschlossen hat. Ines Aufrecht, die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart, hatte im vergangenen Jahr erklärt: „Das Ladenzentrum ist unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht lebensfähig.“ Die Eigentümer würden momentan noch keine Möglichkeit sehen, Flächen zusammenzulegen.

Sie sah dennoch Möglichkeiten für die Bevölkerung, sich in angrenzenden Bereichen mit Lebensmitteln zu versorgen: Das Ladenzentrum in Freiberg stelle die Nahversorgung sicher, so Aufrecht, die Fußläufigkeit sei gewährleistet. Bezirksvorsteher Löffler hatte jedoch darauf hingewiesen, dass es für ältere und weniger mobile Menschen nachteilig sei, keinen Vollversorger mehr vor Ort zu haben. In Mönchfeld gibt es für die rund 2900 Einwohner noch einen Bäcker, einen Metzger und einen Getränkemarkt, der auch Obst anbietet.

Die Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht hatte erklärt, dass die Nahversorgungszentren nur überlebensfähig seien, wenn sie ein bestimmtes Flächenausmaß haben. Sie hatte den Eigentümern im Ladenzentrum Mönchfeld angeboten: Wenn sich die Eigentümer zu einer Flächenzusammenlegung entschließen würden, würde die Wirtschaftsförderung sie begleiten. Noch ist hier jedoch keine Lösung gefunden. Erst müssen sich die Eigentümer zusammensetzen, die Lage besprechen und sich dann auch einigen.

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