Am Verkehrsstrukturplan für Mühlhausen wird erst im Oktober weitergearbeitet. Der Bürgerverein zeigt sich enttäuscht.
Seit Jahren geht es nicht weiter mit der Verkehrsstrukturplanung für Mühlhausen und Hofen. Zuletzt hatte es Bürgerbeteiligungsrunden gegeben, die 2019 ihren Abschluss fanden.
Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann hatte im Mai erklärt, dass die Planungen am Verkehrsstrukturplan nach den Sommerferien weitergehen sollen. Nun hat der Bürgerverein Mühlhausen auf seine Nachfragen vom Amt für Stadtplanung und Wohnen von Stadtplaner Andreas Hemmerich eine Antwort bekommen. Darin teilt dieser mit, dass die Stadtverwaltung vier Projekte priorisiere: die Fahrradstraße Arnoldstraße inklusive Variantenuntersuchung Baltenstraße sowie das Projekt Schafhaus samt der damit verbundenen Verkehrsprojekte. Die Projekte Umgestaltung Mönchfeldstraße/Aldingerstraße mit Unterbrechung der Arnoldstraße und die Maßnahmen gegen den Schleichverkehr im Ortskern ruhen. Der Bezirksplaner sei, so Hemmerich, bis Mitte Oktober in Elternzeit. Es gebe keine Vertretung. Danach würden die Projekte weiter bearbeitet.
Öffentlich berichtet werden soll zum Verkehrsstrukturplan frühestens im zweiten Quartal 2023. Hemmerich bittet um Geduld. Friedrich-Andreas Hühn, Schriftführer des Bürgervereins Mühlhausen, zeigt sich enttäuscht. Er hofft, dass der Bezirksbeirat sich dem Thema annimmt.
In den vergangenen Jahren war der Schleichverkehr in der Veitstraße diskutiert und nach Lösungen gesucht worden. Auch hoffen die Mühlhäuser Bürger seit vielen Jahren auf weniger Staus an der Kreuzung Aldinger-/Mönchfeldstraße durch den Bau eines Kreisverkehrs.