Ein schwieriges Qualifying, ein Strategiepoker im Rennen und eine Aufholjagd prägten das Wochenende des Steinenbronner Rennfahrers Finn Gehrsitz und seiner Teamkollegen in der FIA WEC.
Zum Auftakt der FIA World Endurance Championship im italienischen Imola sicherte sich Finn Gehrsitz aus Steinenbronn einen soliden siebten Platz in der hart umkämpften LMGT3-Klasse – trotz eines schwierigen Qualifyings mit dem neuen McLaren 720 S GT3 EVO.
Bereits in den Vorbereitungen auf das Sechs-Stunden-Rennen deutete sich die Konkurrenzfähigkeit des Steinenbronners und seiner Mitstreiter an. Gehrsitz war von Lexus zum Team Garage59 gewechselt und fand sich schnell in der neuen Umgebung zurecht. Die freien Trainings verliefen vielversprechend.
Finn Gehrsitz übernimmt als dritter Fahrer das Cockpit des McLaren
Die Qualifikation übernahm Teamkollege Alexander West. Aufgrund einer Berührung auf der Strecke und einer gestrichenen Zeit verpasste dieser den Einzug in die Hyper-Pole knapp. Mit Rang 16 war die Ausgangslage für das Rennen anspruchsvoll.
West erwischte einen sauberen Start und konnte bereits in der Anfangsphase Plätze gutmachen. Er übergab das Fahrzeug auf Position neun an Benjamin Goethe, der den Aufwärtstrend mit einem starken Stint fortsetzte, ehe Gehrsitz das Cockpit übernahm.
Finn Gehrsitz aus Steinenbronn muss auf gebrauchten Slicks fahren
In der zweiten Rennhälfte bescherte die unsichere Wetterlage diesem eine strategische Herausforderung. In der Hoffnung auf einsetzenden Regen entschied sich die Boxenmannschaft gegen einen kompletten Reifenwechsel, um Zeit zu sparen und für nasse Bedingungen gerüstet zu sein. Da der Niederschlag ausblieb, musste Gehrsitz auf gebrauchten Slicks fahren, während die direkte Konkurrenz auf frischen Rädern unterwegs war.
Trotz des daraus resultierenden Nachteils in Sachen Geschwindigkeit hielt der Steinenbronner den Anschluss und übergab das Auto für den Schlusssprint an Goethe, der mit frischer Bereifung als Siebter die Ziellinie überquerte. Das brachte wichtige Meisterschaftspunkte und unterstrich die Ambitionen für 2026.
Weiter geht die FIA World Endurance Championship am 9. Mai in Belgien
„Es war ein solider Start in die Saison. Wir haben als Team gut harmoniert, und die Pace in den Trainings hat gezeigt, dass wir ein sehr konkurrenzfähiges Paket haben“, setzte Gehrsitz zur Analyse an und fügte dann hinzu: „Obwohl uns das Pech im Qualifying eine bessere Ausgangsposition gekostet hat, bin ich mit der Aufholjagd und dem siebten Platz zufrieden. Ich fühle mich im McLaren sehr wohl und bin zuversichtlich für die kommenden Rennen.“ Das nächste davon steigt am 9. Mai im belgischen Spa-Francorchamps.