Das letzte Rennen der World Endurance Championship hielt für Finn Gehrsitz und seine Kollegen einen Ausfall bereit. Dass der Steinenbronner dennoch stolz sein kann, hat andere Gründe.
Beim achten und letzten Lauf der World Endurance Championship in Bahrain setzte Finn Gehrsitz ein weiteres Glanzlicht. Der Steinenbronner fuhr souverän zu seiner zweiten Poleposition in dieser Saison. Das ist insgesamt nur drei Piloten in der LMGT3-Klasse gelungen. „Das ist schon etwas, worauf ich unglaublich stolz bin, weil es nicht vielen gelingt“, meinte der 21-Jährige. Trotz eines technischen Defekts im Rennen blickt er also auf ein außergewöhnliches Debütjahr zurück.
Das Wochenende begann vielversprechend. Bereits in den freien Trainings zeigte sich der Lexus RC F GT3 von Akkodis ASP mit Spitzenzeiten in Topform. Das Fahrertrio um den Youngster aus dem Kreis Böblingen gehörte durchgängig zu den schnellsten. „Wir waren vom ersten Moment an konkurrenzfähig und wussten, dass wir ganz vorne mitfahren können“, sagt Finn Gehrsitz. Im Qualifying zeigte er seine Klasse und verwies die Konkurrenz mit 2:01.661 Minuten und über drei Zehntelsekunden Vorsprung auf die Plätze. „Das hat gezeigt, dass wir als Team alles richtig gemacht haben.“
Das Rennen startete mit einem Kollegen am Steuer und großen Hoffnungen. Die Geschwindigkeit stimmte, das Fahrzeug mit der Nummer 78 fühlte sich gut an, und die Siegchancen waren real. Doch nach rund zwei Stunden folgte der Rückschlag. Der Wagen lag zu diesem Zeitpunkt in Führung und hatte beste Chancen auf Rang drei in der Meisterschaftsgesamtwertung. Ein Elektronikproblem machte jedoch eine Weiterfahrt unmöglich. Finn Gehrsitz kam nicht mehr zum Einsatz.
„Natürlich ist die Enttäuschung über den Ausfall groß“, resümierte er. „Wir waren in Führung und hatten eine gute Pace. Wir haben gezeigt, was in uns steckt.“ Der Steinenbronner blickt trotz dieses abrupten Endes dankbar auf sein erstes Jahr in dieser Rennserie zurück und bedankte sich auch bei allen hinter den Kulissen: „Die Jungs haben herausragende Arbeit geleistet und mir immer ein Auto gegeben, mit dem ich auf höchstem Niveau fahren konnte. Es war eine starke Saison mit vielen Höhepunkten.“