Rennfahrer Yves Volte aus Renningen feiert einen wichtigen Erfolg: Im Porsche Cayman GT4 rast der 22-Jährige auf dem Nürburgring Platz eins.
Mit Siegersekt spritzen, das liegt einem Rennfahrer im Blut – allerdings muss man sich diese Prozedur erst verdienen. Mit einem Platz auf dem Podium. Yves Volte wurde dieses Privileg zuteil – beim Sprintrennen im Gran-Turismo-Cup (GTC) auf dem Nürburgring war der Rennfahrer aus Renningen nicht zu schlagen. Platz eins im Porsche Cayman GT4 in der GT4-Klasse. „Was für ein Wochenende. Danke an alle, die diesen Erfolg möglich gemacht haben“, jubelte der 22-Jährige.
Yves Volte, der vor dieser Saison beim österreichischen GT-Team Razoon untergekommen ist, hatte es nicht leicht auf dem Nürburgring – nachdem es in den Trainingsfahrten sowie im Qualifying trocken gewesen war, zeigte sich das berüchtigte Eifel-Wetter am Renntag von seiner gesamten Variabilität und schickte einen Wolkenbruch vor dem Start. „Ich bin mit dem Porsche und diesen Reifen noch nie im Nassen gefahren, dazu gab’s im Vorfeld der Saison einfach keine Gelegenheit“, erklärte Volte, für den es damit in doppelter Bedeutung ein Sprung ins kalte Wasser war.
Die verregnete Porsche-Premiere auf den Pirelli-Pneus war ein voller Erfolg, und der junge Deutsche bedankte sich auch artig bei seiner Rennmannschaft. „Ich hatte im Vorfeld gehört, dass der Porsche im Regen gut zu fahren ist“, erzählte der Renninger, „aber umsetzen konnte ich das nur dank der tollen Vorbereitung durch das Team von Razoon.“ Sein Teamkollege Carter Williams erreichte im gleichen Fahrzeug im zweiten Sprintrennen lediglich Platz acht.
Im Trockenen fehlt noch Speed
Beim Saisonauftakt in Oschersleben war Yves Volte im Sprint der GT4-Klasse Zweiter geworden, im GT-60-Rennen über eine Stunde belegte er mit dem US-Amerikaner Carter Williams Platz drei in der GT4-Kategorie. Nach dem ersten Rennsieg strebt der Renninger nach vorn in Richtung neuer Podiumsplatzierungen, „wir arbeiten konsequent weiter, damit wir auch im Trockenen noch Geschwindigkeit finden und ich in Hockenheim an diesen Erfolg anknüpfen kann“, sagte er. Der GT-Cup macht vom 8. bis 11. August auf der badischen Rennstrecke Halt.
Ziel ist die GT3-Sichtung
Für Yves Volte sollen die Rennen in der GT4-Kategorie lediglich eine Station auf dem Weg nach oben sein. Sein Ziel: Bei einer Sichtung ein Cockpit in einem leistungsstärkeren GT3-Auto ergattern, die auch in der DTM eingesetzt werden. Der Renninger kam vor dieser Saison beim GT-Rennstall Razoon aus der Steiermark unter und sitzt in dem Fahrzeug, mit dem Leo Pichler 2023 die GT4-Meisterschaft im GT-Cup gewonnen hatte.
Volte blickt auf Erfahrungen aus dem Kart-, Formel- und GT-Rennsport zurück – er war auf der Nordschleife des Nürburgrings, in der ADAC GT4 Germany und der China GT unterwegs. Zudem qualifizierte er sich 2023 als einer von vier Sichtungspiloten im Kampf um ein GT3-Cockpit. „Ich bin mir sicher, dass Yves das Maximum aus der Saison herausholen wird“, sagte Teamchef Dominik Olbert nach der Verpflichtung, „das Ziel ist klar: Yves muss erneut in die Sichtung kommen und dort eins drauflegen.“ Nichts anderes ist das Ziel von Yves Volte. Auf dem Nürburgring hat er den ersten Markstein gesetzt.