Mahnwache gegen den Terror vor dem SWR-Gebäude in Stuttgart. Foto: www.7aktuell.de | Florian Gerlach

Wie in Berlin und einigen anderen Städten in Deutschland haben auch in Stuttgart am Freitag einige Menschen eine Mahnwache nach dem Terror von Paris abgehalten.

Stuttgart - In Stuttgart haben am Freitag vor dem SWR-Gebäude rund 20 Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaft Ditib für Meinungs- und Pressefreiheit demonstriert und sich damit einiger anderer Mahnwachen in Deutschland angeschlossen. Letztlich waren vor dem SWR-Gebäude in Stuttgart aber gast genau so viele Journalisten wie Demonstranten.

Allein in Karlsruhe hätten sich rund 70 Menschen vor dem Gebäude des SWR versammelt, sagte der Landesgeschäftsführer von Ditib Baden, Fatih Sahan, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollten deutlich machen, dass wir als Muslime ein fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft sind und für Demokratie und Meinungsfreiheit einstehen.“ Auch der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) nahm an der Aktion teil.

Nicht arg viel anders war das in Berlin. Rund 50 Vertreter der islamischen Religionsgemeinschaft Ditib haben vor dem Berliner Springer-Haus für Meinungs- und Pressefreiheit demonstriert. Landesvize Süleyman S. Kücük verurteilte am Freitag in seiner Rede den Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris. „Wir dürfen solchen Angriffen auf unsere Werte nicht nur mit Worten begegnen“, sagte er.

„Wir müssen als Religionsgemeinschaft deutlich machen, dass wir uns mit unserem Glauben und unseren Gemeinden für die Freiheiten und das Leben eines Jeden einsetzen.“ „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann begrüßte die Demonstranten gemeinsam mit seinen Kollegen von „Bild am Sonntag“, „Welt“ und „B.Z.“ vor dem Gebäude und dankte ihnen für ihr Bekenntnis zu den Freiheitsrechten und für die Absage an Gewalt.

Die konservative Türkisch Islamische Union ist die mit Abstand größte muslimische Organisation in Deutschland. Sie hatte für Freitag bundesweit zu Mahnwachen für Meinungsfreiheit aufgerufen. In Berlin kamen fast so viele Journalisten wie Demonstranten.

Insgesamt gingen in Deutschland am Freitag mehrere hundert Menschen bei den Mahnwachen vor den Medienhäusern auf die Straße.

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