Noch immer ist der Mord an Maria Bögerl nicht aufgeklärt. Foto: dpa

Wer nicht kommt, bekommt Post: Mit einem DNA-Massentest will die Polizei den Mörder von Maria Bögerl doch noch finden. Die Ermittler schreiben nun die Männer an, die bisher keine Speichelprobe abgegeben haben.

Wer nicht kommt, bekommt Post: Mit einem DNA-Massentest will die Polizei den Mörder von Maria Bögerl doch noch finden. Die Ermittler schreiben nun die Männer an, die bisher keine Speichelprobe abgegeben haben.

Ulm - Nach der groß angelegten DNA-Reihenuntersuchung im Mordfall Bögerl sammelt die Polizei noch immer Speichelproben. „Rund 1300 Männer haben in der vergangenen Woche Post von uns bekommen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Ulm. Davon seien 900 aus Neresheim. Die restlichen 400 seien nach dem Verbrechen vor fast vier Jahren aus der Stadt im Ostalbkreis weggezogen. Sie sollen mit den Beamten nun Termine für eine individuelle Speichelabgabe ausmachen. Rund 100 Männer im Alter zwischen 21 Jahren und 68 Jahren sind der schriftlichen Aufforderung bereits nachgekommen.

An der DNA-Reihenuntersuchung vor anderthalb Wochen in einer Neresheimer Schule hatten sich gut 1300 Männer freiwillig beteiligt. Rund 400 Speichelproben hatte die Polizei bereits von anderen Ermittlungsverfahren in einer Datei gesammelt. Mit den Proben soll der Mord an der Heidenheimer Bankiersgattin Maria Bögerl aufgeklärt werden, die im Mai 2010 entführt und ermordet worden war.

Hintergrund: Wie funktioniert ein Massen-DNA-Test?

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