Insgesamt neun Taucher suchen am Montag den See des Schlosses Monrepos in Ludwigsburg ab. Foto: www.7aktuell.de | Frank Herlinger

Hat der Täter im Fall der ermordeten 36-Jährigen aus Ludwigsburg-Eglosheim Kleidung des Opfers oder andere Beweismittel im See am Ludwigsburger Schloss Monrepos entsorgt? Das sollen nun Taucher herausfinden.

Ludwigsburg - Die Polizei hat am Montagnachmittag begonnen, im See des Schlosses Monrepos in Ludwigsburg nach Hinweisen im Mordfall an einer 36-Jährigen zu suchen.

Die Frau war im Oktober zunächst vermisst und später tot in einem Gebüsch in Ludwigsburg gefunden worden. Sie war nackt und wies massive Schnittverletzungen am Hals auf. Weder die Kleidung noch eine etwaige Tatwaffe konnten bisher gefunden werden - geschweige denn der Täter. Die Beamten hatten zwar einen Verdächtigen aus dem persönlichen Umfeld der Getöteten unter Verdacht, doch der Verdacht gegen den Mann konnte nicht erhärtet werden. Die Ermittler der eigens eingerichteten Sonderkommission "Allee" gehen bei dem Mord von einer Beziehungstat aus dem persönlichen Umfeld der Getöteten aus.

Taucher suchen Grund des Sees ab

Nun sollten am Montag insgesamt neun Taucher der Polizei den Grund des Sees am Schloss Monrepos nach diesen Gegenständen absuchen, denn: "Hintergrund ist, dass ein möglicher, nach wie vor unbekannter Täter auch diesen Weg genutzt haben könnte und anschließend auch diesen See genutzt, um Gegenstände dort zu entsorgen", sagte Polizeisprecher Peter Widenhorn. Der Fundort der Leiche liegt nämlich nur wenige hundert Meter vom See entfernt. Die Aktion werde wohl einige Tage in Anspruch nehmen, so Widenhorn: "Die Taucher müssen tatsächlich mit der Hand den Seegrund absuchen, weil die Sichtweiten gegen Null gehen." An Land werden die Suchmaßmnahmen von mehreren Reitern der Polizeireiterstaffel unterstützt, die die Grünflächen rings um den See weiträumig absuchen. Die erste Suchaktion am Montag verlief erfolglos, kommende Woche soll weitergesucht werden.

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