Die von der Polizei ins Leben gerufene Sonderkommission im Mordfall Armani ist aufgelöst worden. Foto: dpa

Die Polizei hat ihre Sonderkommission aufgelöst, die einen Tag nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani in Freiburg gegründet worden war. Eine Ermittlungsgruppe nimmt Ende März die Arbeit an dem Fall auf.

Freiburg - Acht Monate nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani in Freiburg löst die Polizei ihre Sonderkommission auf. Die am Tag nach der Tat gegründete Sondereinheit habe nicht zum Täter geführt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Weiter gearbeitet werde von Ende März an in einer Ermittlungsgruppe. Diese werde einige wenige Beamte umfassen. Eine heiße Spur gebe es nicht, alle Aktionen der Polizei seien ohne Ergebnis geblieben. Armani war am 20. Juli 2014 zuletzt lebend gesehen worden. Ein Spaziergänger fand die Leiche des Achtjährigen am Tag danach rund vier Kilometer entfernt in einem Bach. Der Junge wurde laut Polizei von einem Unbekannten erwürgt.

Für weitere Ermittlungen brauche es nicht mehr so viele Polizisten wie bisher und auch keine Sonderkommission (Soko), sagte ein Polizeisprecher. Die groß angelegte Spurensuche, Befragungen und Analysen seien weitgehend abgeschlossen. Dennoch gebe die Polizei die Suche nach dem Täter nicht auf. Konkrete Hinweise fehlten jedoch. Anzeichen eines Sexualverbrechens gibt es den Angaben zufolge nicht, die Polizei kann es aber auch nicht ausschließen.

Soko "Bach" wurde Anfang Februar verkleinert

Die Polizei hatte Anfang Februar die Soko „Bach“ von zuletzt 44 auf 17 Beamte reduziert. Zuvor hatte sie viereinhalb Monate lang in einer großangelegten Vernehmungsaktion mehr als 3000 Anwohner befragt, ohne damit jedoch einen Durchbruch zu erzielen. Erfolglos geblieben war Anfang August vergangenen Jahres auch ein Fahndungsaufruf in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“.

Die Belohnung bleibe bestehen, sagte ein Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft. Sie gelte, bis der Fall gelöst sei. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind den Angaben zufolge 10.000 Euro ausgesetzt. An diesem Freitag (27. März) will die Polizei in Freiburg in einer Pressekonferenz Einzelheiten nennen.

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