Im Mordfall Armani gibt es auch zwei Monate nach der Tat noch keine heiße Spur. Foto: dpa

Im Mordfall Armani gibt es bislang noch keine heiße Spur. Die Freiburger Polizei hält an der Größe ihres Ermittlungsteams fest. Die Beamten haben seit dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani mehr als 900 Hinweise erhalten.

Im Mordfall Armani gibt es bislang noch keine heiße Spur. Die Freiburger Polizei hält an der Größe ihres Ermittlungsteams fest. Die Beamten haben seit dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani mehr als 900 Hinweise erhalten.

Freiburg - Knapp zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani in Freiburg hält die Polizei an der Größe ihres Ermittlungsteams fest. Die nach der Tat gegründete Sonderkommission (Soko) „Bach“ arbeite unverändert mit 50 Beamten, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Daran werde sich vorerst auch nichts ändern. Ein Verkleinern oder Auflösen der Soko Wochen nach der Tat, wie sonst üblich, gebe es in diesem Fall nicht. Die Polizei habe seit der Bluttat mehr als 900 Hinweise erhalten. Eine heiße Spur vom Täter habe sie nicht.

Ein Spaziergänger hatte die Leiche des Jungen am 21. Juli in einem Bach in Freiburg gefunden. Am Abend zuvor war der Achtjährige auf einem Spielplatz nahe seiner Wohnung zuletzt lebend gesehen worden. Er wurde laut Polizei von einem Unbekannten erwürgt. Hinweise auf ein Sexualverbrechen gibt es den Angaben zufolge nicht, die Polizei kann es aber auch nicht ausschließen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, sind 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

"Tiefe Detailarbeit"

„Wir sind jetzt in der Phase tiefer Detailarbeit“, sagte der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier. Ermittelt werde weiter mit Hochdruck. „Wir bleiben so lange an dem Fall, bis der Täter gefunden ist.“ Knapp 600 der Hinweise seien von den Beamten der Sonderkommission bislang bearbeitet worden, ohne dass sie zum Täter führten. Auch die am Fundort der Leiche entdeckten DNA-Spuren hätten bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Die Zahl der Hinweise aus der Bevölkerung habe mit der Zeit spürbar abgenommen, sagte Polizeisprecher Dirk Klose. Dies sei bei Kriminalfällen üblich. Die Polizei konzentriere sich nun auf Hinweise und Spuren, die sich bei den bisherigen Ermittlungen ergeben hätten. Ermittelt werde weiter in alle Richtungen.

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