Ein Techniker der Kriminalpolizei untersucht im Juli 2014 im Freiburger Stadtteil Betzenhausen das Gelände am Ort, an dem der acht Jahre alte Armani tot aufgefunden wurde Foto: dpa

Seit 15 Monaten sucht die Freiburger Polizei den Mörder des achtjährigen Armani. Auch 20 000 Euro Belohnung und die TV-Sendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ sollen dabei helfen.

Freiburg - Auf der Suche nach dem Mörder des achtjährigen Armani hat die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ zunächst nicht die entscheidende Spur gebracht. Die Polizei habe aber rund 20 neue Hinweise erhalten, teilte sie am Donnerstag mit. Diesen werde nun nachgegangen. Es habe zum Fall von Fernsehzuschauern mehrere Anrufe gegeben, der rasche Ermittlungserfolg blieb aber aus. Die Frage nach dem oder den Tätern und dem Motiv sei weiter offen. Die ZDF-Sendung hatte den ungeklärten Mordfall am Mittwochabend ausführlich vorgestellt. Armanis Leiche war am 21. Juli 2014 in einem Bach gefunden worden. Der Junge wurde von einem Unbekannten erwürgt.

Hinweise gab es den Angaben zufolge zum Fußball des Jungen, der verschwunden ist und von der Polizei gesucht wird. Zudem seien die Ermittler auf Äußerungen in einem sozialen Netzwerk hingewiesen worden, die möglicherweise mit dem Fall zu tun haben. Die weiteren Hinweise seien der Polizei bereits bekanntgewesen, sagte Chefermittler Thomas Schönefeld. Die aus zwölf Beamten bestehende Ermittlungsgruppe „Bach“ sei auf weitere Zeugen angewiesen. Gesucht werde unter anderem ein unbekannter weißer Kleinwagen.

Auch ein erster Aufruf war erfolglos geblieben

Bereits ein erster Aufruf in der ZDF-Sendung im August vergangenen Jahres war erfolglos geblieben. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind 20 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Diese Belohnung gelte so lange, bis der Fall aufgeklärt ist.

Am Abend vor dem Fund seiner Leiche war Armani zuletzt lebend gesehen worden, rund vier Kilometer entfernt auf einem Spielplatz in der Nähe seiner Wohnung. Die Polizei geht davon aus, dass der Achtjährige in einer Wohnung oder einem Fahrzeug getötet wurde und die Leiche dann zu dem Bach gefahren wurde. Anzeichen für einen Serienstraftäter oder ein Sexualverbrechen gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Polizei schließt dies aber auch nicht aus.

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