Das Eingabefenster, das von der Moovel-App auf dem Smartphone geöffnet wird Foto: Daimler

Wo fährt der nächste Bus? Oder geht es schneller mit der U-Bahn? Wie oft muss ich umsteigen? Die Moovel-App zeigt auf, welche Verkehrsmittel es in die Innenstadt gibt.

Stuttgart - Mobilität ohne Grenzen – das scheint die Vision der Macher der Moovel-App zu sein, die auch in Stuttgart immer größere Verbreitung findet. Im Vergleich zu den beliebten Handy-Applikationen VVS-App oder DB-Navigator, die Auskunft über Bahnverbindungen oder Verspätungen geben, kann Moovel mehr. Unbedingt schneller kommt man damit aber noch nicht ans Ziel.

Wer in einer Großstadt ohne eigenes Auto unterwegs ist, dem bieten sich einige Möglichkeiten, von A nach B zu kommen. An zentralen Plätzen stehen Taxis, Bahnen und Busse halten an vielen Punkten. Außerdem gibt es Fahrräder oder E-Bikes zu leihen, und in vielen Städten stehen Car2go-Fahrzeuge zum Mieten bereit. Viele Varianten, doch oft muss man sich entscheiden, ohne dass man eine wirkliche Vergleichsgrundlage hat. Moovel, ein Tochterunternehmen der Daimler AG, bietet dies und hat es inzwischen außerdem geschafft, die Bezahlsysteme einiger Dienste zu integrieren.

In der Praxis sieht das so aus: Als Stadtfremder kommt man etwa am Flughafen an und startet Moovel, das in Download-Stores für Android- und Apple-Geräte zu finden ist. Nun lässt man sich orten, oder wählt selbst einen Ausgangspunkt. Das Ziel gibt man ebenfalls manuell ein. In kürzester Zeit zeigt der Lotse die Möglichkeiten auf. Im Beispiel ist es Mittwochnachmittag, die Optionen heißen Bahnfahrt, Car2go-Fahrt oder Taxifahrt zum Hauptbahnhof. Auf Hinweise zu Bahnverspätungen wartet man vergeblich. So kann es passieren, dass auch die Übersicht über die Zeiten der schnellsten Verbindungen unrealistisch ist.

Ein Feintuning ist möglich. Man kann einzelne Fortbewegungsmittel ausschließen, oder zumindest festlegen, ob man einen günstigen Preis oder eine schnelle Verbindung will. Das ist mit einem Schieberegler möglich, einer der wenigen zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten, die die Moovel-App bietet. Ansonsten ist sie beinahe intuitiv zu bedienen. „Wir haben alles auf die einfache Frage reduziert: Wie komme ich von A nach B. Wir können den Nutzern dafür die optimale Antwort bieten“, sagt Andreas Leo von der Moovel GmbH.

Gerade die Bezahlfunktion ist es, die einen enormen Mehrwert bietet. Seit 2012 gibt es Moovel zum Herunterladen, zuletzt hat die App eine große Entwicklung nach vorn gemacht. Nun ist es möglich, Car2go-Wagen zu mieten, Bahntickets zu kaufen und ein Mytaxi zu bezahlen, ohne die App zu verlassen. Andreas Leo will aber mehr. „Wir haben das Ziel, viele weitere Player zu integrieren und irgendwann eine App zu haben, die mir in jeder Stadt alle Optionen, die zur Verfügung stehen, anzeigt.“

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