Die Praktikantin und der US-Präsident: Die Affäre zwischen Monica Lewinsky und Bill Clinton empörte vor 20 Jahren die USA. Foto: dpa

20 Jahre nach ihrer verhängnisvollen Affäre mit Bill Clinton meldet sich "die Praktikantin" zu Wort. Monica Lewinsky schreibt in der "Vanity Fair", der US-Präsident habe sie zum Sündenbock gemacht. Derlei Enthüllungen könnten vor allem Hillary Clinton schaden.

20 Jahre nach ihrer verhängnisvollen Affäre mit Bill Clinton meldet sich "die Praktikantin" zu Wort. Monica Lewinsky schreibt in der "Vanity Fair", der US-Präsident habe sie zum Sündenbock gemacht. Derlei Enthüllungen könnten vor allem Hillary Clinton schaden.

New York - Monica Lewinsky sieht sich fast 20 Jahre nach ihrer Affäre mit US-Präsident Bill Clinton als Opfer der Macht. „Klar, mein Boss hat mich ausgenutzt“, schreibt sie in der Zeitschrift „Vanity Fair“. Allerdings räumt die einstige Praktikantin im Weißen Haus zugleich ein, es habe sich seinerzeit um eine „einvernehmliche Beziehung“ gehandelt.

Der eigentliche Missbrauch habe erst später begonnen, „als ich zum Sündenbock gemacht wurde, um seine Stellung der Macht zu schützen“.

Wörtlich schreibt die heute 40-Jährige in der gehobenen Klatschzeitschrift: „Ich selbst bedauere zutiefst, was zwischen mir und Präsident Clinton geschah.“

Lewinsky arbeitete Mitte der 90er Jahre im Weißen Haus - das Bekanntwerden der Affäre löste 1998 weltweite Schlagzeilen aus und kostete Clinton beinahe das Amt.

Erst durch einen öffentlichen Kniefall konnte Clinton eine Amtsenthebung abwenden, bestritt aber zunächst, eine „sexuelle Beziehung“ mit der jungen Frau gehabt zu haben. Doch Jahre später räumte er ein, er hätte früher mit der Wahrheit herausrücken sollen und sprach von „persönlichen Fehlern“.

Lewinskys Anschuldigungen könnten vor allem Hillary Clinton schaden - die frühere US-Außenministerin soll angeblich ihre Präsidentschaftskandidatur vorbereiten.

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