Die Studentin Stephanie Lindner präsentiert den Gemeinderäten Walter Knapp und Simone Reusch ihre Stele. Foto: Hans Jörg Ernst

Meterhohe Kunstobjekte, die Studentinnen der Hochschule Pforzheim geschaffen haben, sollen künftig als Informationspunkte in der Ortsmitte und an den Eingängen Akzente setzen.

Mönsheim - Ein Tornado, auf englisch Twister, und eine hochaufragende Stele könnten schon bald als Informationstafeln im Mönsheimer Zentrum und an den Ortseingängen stehen. Drei Studentinnen der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim hatten sich mehrere Objekte für ein mögliches Ortsschild ausgedacht und ihre kreativen Arbeiten vor einem Jahr in Mönsheim vorgestellt. Der Auftrag kam dafür aus der Heckengäugemeinde. Dort wünscht man sich neue Hinweistafeln.

Etwas „Gscheids“ sollte es sein, sagte der Bürgermeister Thomas Fritsch damals. Und offenbar auch nicht allzu alltäglich. So sorgten die meterhohen, weiß lackierten Holzmodelle dann auch für so manch überraschtes Gesicht bei den anwesenden Gemeinderäten. Jetzt sind die Ideen weiter gereift. Mit den Modellen „Twister“ und „Stele“ sollen jetzt Infopunkte geplant werden.

Kunst in der Ortsmitte und an den Eingängen

„Mit zwei Studentinnen haben wir zwischenzeitlich gesprochen“, erklärte Bürgermeister Fritsch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates und stellte zwei kleine Modelle des „Twisters“ und der „Stele“ vor sich auf den Tisch. Lilli Schmidt hatte die dynamische Form eines Wirbelsturms inspiriert, auf der Informationen als Schriftbänder abgebildet werden könnten. Stephanie Lindner hat die hohe Stele geschaffen, die angelehnt an den historischen Bergfried und das moderne Rathauses Tradition und Fortschritt verbinden soll.

Die dreidimensionalen Objekte erinnern eher an Kunst als an die klassische Hinweistafel. „Wenn man die Hochschule um so etwas bittet, dann bekommt man nicht das typische Ortsschild, sondern etwas Kreatives“, hatte die Kunsthistorikerin Regina Fischer, die das Projekt begleitet, erklärt. Thomas Fritsch zufolge wurden in der Ausbildungswerkstatt bei Porsche bereits Eins-zu-Eins-Modelle in Originalgröße aus Latten und Pappe hergestellt. Der Schultes hat auch schon konkrete Vorstellungen: „Wir könnten die Stele beim Rathaus an der Pforzheimer Straße platzieren“, schlug er vor. Auf dem vier Meter hohen Objekt könnten wechselnde Informationen und Lagepläne ihren Platz finden.

Die Gemeinde übernimmt die Materialkosten

„Die Twister kann ich mir gut an den Ortseingängen vorstellen“, meinte der Bürgermeister. Auf einem Sockel aus Edelstahl könnte ein Willkommensgruß auf Deutsch stehen, der auf den Flächen des Wirbelsturms in unterschiedlichen Sprachen wiederholt werden könnte. Zudem soll auf der Skulptur Platz für austauschbare Hinweistafeln auf wichtige Dorffeste sein.

Die Gemeinderäte schienen angetan, zumindest gab es keine ablehnenden Äußerungen. Hans Kuhnle (Bürgerliste) erkundigte sich nach den Kosten. „Die Leistungen der Ausbildungswerkstatt sind kostenlos. Was auf uns zukommt, sind eben die Materialkosten“, antwortete Thomas Fritsch. Ein Ausschuss, dem die Räte Birgit Fritsch, Joachim Baumgärtner und Ewald Knapp (alle Bürgerliste) sowie Stephan Damm (Freie Wähler) angehören, soll jetzt die Gestaltung der Schriftzüge und die Information auf den Objekten weiterplanen.

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