Die Kindertagesstätte soll 600 Quadratmeter groß sein. Foto: Rebecca Anna Fritzsche

Bewegung ist der Schwerpunkt der Sportkindertagesstätte des Turnvereins Cannstatt.

Mönchfeld/Freiberg - Rund 1,9 Millionen Euro soll der Anbau an den Gebäuden der Mönchfelder Sportanlage des TV Cannstatt kosten. Er liegt direkt neben den Räumen, die der Bürgerverein angemietet hat. Der Löwenanteil in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro kommt von der Stadt.

600 Quadratmeter wird die Kindertagesstätte groß sein. Es gibt Gruppenräume, Schlaf- und Aufenthaltsräume. Draußen können sowohl eine Freifläche wie auch die Sportplätze des TVC genutzt werden. Genau das ist das Besondere: Dreimal pro Woche bekommen die Kinder Sportunterricht von ausgebildeten Lehrern. „Die Bewegung liegt im Fokus“, erklärt die Erzieherin Leslie Lange. Sie ist momentan noch Gruppenleiterin der bereits eröffneten Sportkita des TVC am Schnarrenberg. Sobald die Mönchfelder Kita fertig gebaut ist, wird sie deren Leitung übernehmen. „Wir setzen auf die frühe Bildung von Kindern“, sagt Lange. „Es geht überhaupt nicht darum, die Kinder auf Leistungssport zu drillen, sie sollen vielmehr ihre eigene Bewegung kennenlernen.“ Denn eine gesunde Bewegungsentwicklung spiele eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Sprache und Denkvermögen. Nach den Worten von Lange ist es wichtig, die kindliche Bewegungsfreude früh zu fördern. Alle sportlichen Aktivitäten sowie Ausflüge in die Natur sind altersgerecht angelegt: es wird eine Krippen- und eine altersgemischte Gruppe geben; insgesamt 35 Kinder können betreut werden. Wichtig ist auch der ganzheitliche Ansatz, bei dem alle Sinne angesprochen werden sollen. „Bei uns haben die Kinder eben auch mal Matsch an den Schuhen, oder sie spüren, wie es ist, barfuß zu laufen“, sagt Lange.

Bevor der Architekt Uli Ettle ans Werk ging, wurde zunächst das Konzept für die Sportkita entwickelt. „Das Besondere ist, dass wir alle notwendigen Räume haben werden“, meint Leslie Lange, die auch an der Entwicklung des Standorts beteiligt war. „Der ganze Prozess mit seinen vielen Entscheidungen – etwa bei der Raumgestaltung – macht mir viel Spaß. Es ist toll, dass der Verein mir so viel Vertrauen entgegen bringt.“

Nach dem Richtfest im vergangenen Jahr steht der Rohbau mit seiner hervorstechenden Halbkuppel. Jetzt geht es an den Innenausbau. Die Eröffnung war ursprünglich für Juni geplant. Jetzt soll es der 1. Juli sein. „Es ist genial, hier mitgestalten zu dürfen – jetzt wird es richtig spannend“, sagt die Erzieherin.

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