Schafe sind eine beliebte Beute bei Wölfen (Symbolbild). Foto: dpa

Steckt ein Wolf hinter dem Angriff? In Oppenau im Ortenaukreis sind zwei Schafe gerissen worden. Die Wunden sollen nun untersucht werden, um den Angreifer zu identifizieren.

Oppenau - In Oppenau (Ortenaukreis) sind zwei Schafe gerissen worden - möglicherweise von einem Wolf. Das ergaben erste Untersuchungen von Experten am Montag. Genaue Auskunft soll nun eine genetische Untersuchung liefern, wie das Umweltministerium in Baden-Württemberg am Dienstag mitteilte.

Oppenau befinde sich in der „Förderkulisse Wolfsprävention“. In diesem Gebiet müssen Tierherden besonders geschützt werden, zum Beispiel durch einen Elektrozaun. Ohne ausreichende Umzäunung werde bei gerissenen Tieren nur noch bis Mai eine Entschädigung gezahlt, so das Umweltministerium. Die zwei gerissenen Schafe seien nicht ausreichend geschützt gewesen, hieß es weiter.

Derweil ist nach Angaben des Ministeriums gut 150 Kilometer nordöstlich auf der Autobahn 6 bei Öhringen im Hohenlohischen in der Nacht zum Dienstag vermutlich ein Wolf überfahren worden. Die Stelle liegt in der Nähe von mehreren Orten im Neckar-Odenwald-Kreis, in denen kürzlich ein Wolf gesichtet worden war. Nach ersten Einschätzungen von Fachleuten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg handelte es sich bei dem nun überfahrenen Tier um einen Wolf. Aufgrund der räumlichen Nähe könne es sich dabei um das Tier handeln, das am Wochenende im Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs gewesen war, hieß es.

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