Eine Demonstration von Querdenken711 fand am Samstag auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart statt. Diesen Sonntag will sich die Initiative erstmals in Leonberg versammeln. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Da in Stuttgart alle größeren Versammlungsorte belegt sind, plant die Initiative Querdenken711 eine Versammlung gegen die Corona-Beschränkungen in Leonberg auf dem Autobahndreieck.

Leonberg - Die Initiative Querdenken711 hat für diesen Sonntag eine Versammlung am Autobahndreieck Leonberg (Landkreis Böblingen) angemeldet. Daran soll man sowohl zu Fuß als auch im Auto teilnehmen können. Das Konzept sieht vor, dass Autofahrer die ganze Zeit – wie beim Autokino – im geschlossenen Fahrzeug sitzen bleiben können, wenn sie das möchten. Ob die Versammlung stattfindet, steht indes noch nicht fest. Die Stadt Leonberg prüft derzeit noch eine Genehmigung.

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Die Versammlung richtet sich gegen die Corona-Beschränkungen der Landesregierung und setzt sich nach Aussage der Veranstalter für den Schutz der Grundrechte ein. Diesmal soll es aber keine Mahnwache sein, sondern ein „Fest für Freiheit und Frieden“. Michael Ballweg, der Gründer der Initiative, sagte dazu: „Es macht keinen Sinn, 99 Mahnwachen zu halten. Wir wollen einen positiven Spirit.“ Mit dem Autobahndreieck als Versammlungsort will Ballweg auf die Kritik reagieren, Teilnehmer würden die Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährden.

50.000 Teilnehmer sind angemeldet

Michael Ballweg hatte ursprünglich seinen Rückzug von der Organisation der Demonstrationen verkündet. Offenbar ist er aber wieder an der Organisation von Querdenken711 beteiligt. Zum Hintergrund seiner vermeintlichen Rückkehr in das Organisationsteam machte Michael Ballweg keine Angaben.

Die Veranstalter haben laut Ballweg 50.000 Teilnehmer angemeldet. Geplant sind mehrere Redebeiträge, bei denen insbesondere die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns zur Sprache kommen sollen. Auch Musik soll auf dem Fest gespielt werden. Welche Sprecher und Künstler auftreten sollen, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Anreise zur Versammlung soll per Auto, Fahrrad oder Shuttle Service möglich sein.

Am Mittwoch soll ein Treffen zwischen der Stadt Leonberg und der Initiative stattfinden, bei dem die Genehmigung als auch eine mögliche teilweise Sperrung des Autobahndreiecks zur Sprache kommen soll.

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