Für das Heizen im Fellbacher F3 wird mittlerweile die Abwärme aus den Technikräumen des Bads genutzt. Foto: Daniel Stauch (F3) cf

Im Fellbacher Kombibad laufen seit einigen Wochen zwei neue Wärmepumpen – eine Investition von 170.000 Euro, die Energie spart.

Als einen wichtigen Schritt in eine klimafreundliche Zukunft wertet die F3-Betriebsgesellschaft die zwei neuen Wärmepumpen, die seit Kurzem für das an der Esslinger Straße im Fellbacher Westen (Rems-Murr-Kreis) gelegene Kombibad genutzt werden. Die Gesamtinvestition hierfür liegt bei etwas unter 200.000 Euro. Die neuen Anlagen gewinnen Wärme aus der Umgebungsluft und nutzen damit eine besonders umweltschonende und wirtschaftliche Form der Energiegewinnung.

 

Mit der Installation der zwei hochmodernen Wärmepumpen setzt das F3 nach eigener Einschätzung „ein deutliches Zeichen für Klimaschutz, Energieeffizienz und einen zukunftsorientierten Bäderbetrieb“.

Bisher ungenutztes Potenzial entdeckt

Im Rahmen eines Energieaudits im Herbst 2024 entdeckte Christopher Goelz, Geschäftsführer der Visiofacto GmbH, ein bislang ungenutztes Potenzial: die Abwärme aus den Technikräumen des F3. Auf dieser Grundlage beauftragte die städtische Holding Fellbach als Gebäudeeigentümerin im Februar 2025 die Firma Keratec GmbH mit der Installation der ersten Wärmepumpe, gefolgt von der zweiten Anlage im November.

Die beiden Wärmepumpen ergänzen das bestehende Heizsystem und reduzieren nicht nur den CO₂-Ausstoß deutlich, sondern sorgen auch langfristig für Energieeinsparungen. Gemeinsam liefern sie durchschnittlich rund 40 000 Kilowattstunden Wärme pro Monat – das entspricht zwischen 10 und 15 Prozent des gesamten Wärmebedarfs im F3.

Bei einer Gesamtinvestition von etwa 170.000 Euro inklusive der Heizungsförderung für Unternehmen (NWG), kann mit einem jährlichen Stromeinsatz von 100.000 Kilowattstunden rund 500.000 Kilowattstunden Wärme produziert werden. Dies entspricht nach Angaben der Abteilung Kommunikation und Marketing der Betriebsgesellschaft Kombibad, einer jährlichen Energiekosteneinsparung von rund 60.000 Euro.

„Mit den neuen Wärmepumpen schaffen wir nicht nur eine moderne und zuverlässige Heizlösung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Umgang mit Energie“, betont Tobias Degout, Geschäftsführer des F3. „Das Projekt ist ein entscheidender Schritt auf unserem Weg in eine klimafreundliche Zukunft.“

Verzicht auf obligatorische Preiserhöhung

Das Vorhaben zeigt beispielhaft, wie innovative Energietechnologien praxisnah zum Einsatz kommen können. Neben der Reduktion fossiler Brennstoffe und geringeren Umweltauswirkungen kann das F3 gestiegene Energiepreise ausgleichen und auf die obligatorische Preiserhöhung zu Jahresbeginn verzichten.

Mit der erfolgreichen Umsetzung dieses Projekts setzen die städtische Holding in Fellbach, Visiofacto, Keratec und das F3 „gemeinsam ein starkes Signal für verantwortungsvolle Energiepolitik und nachhaltige Modernisierung“, zeigen sich die Partner in einer Mitteilung überzeugt von ihrem Heizungsprojekt.