Der Empfang in Holzgerlingen soll besser werden. Foto: Jens Büttner/dpa

Schlägt Holzgerlingen am Stadion zwei Fliegen mit einer Klappe? Der Bürgermeister jedenfalls spricht von einer „charmanten“ Idee.

Der Mobilfunkempfang in der Bühlenstraße lässt zu wünschen übrig, ein neuer Mobilfunkmast muss her. Zumindest landete im vergangenen Herbst die entsprechende Anfrage einer von der Deutschen Funkturm GmbH beauftragten Firma bei der Stadt Holzgerlingen. Nur wo könnte dieser hinkommen? Zunächst galten der Parkplatz des Waldfriedhofs und der Freibadparkplatz als mögliche Standorte, wurden jedoch schließlich aus unterschiedlichen Gründen für ungeeignet erklärt, wie der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist.

 

Bei einer Betrachtung vor Ort kam den Verantwortlichen eine Alternative in den Sinn: Das Stadion wird durch mehrere, jeweils rund 20 Meter hohe Masten beleuchtet. Möglich wäre unter Umständen, einen davon „durch einen für Mobilfunkantennen und LED-Beleuchtung geeigneten/zugelassenen etwas höheren Masten zu ersetzen“, heißt es dort weiter.

Der Bürgermeister möchte einen Wildwuchs in der Stadt vermeiden

Der Stadt Holzgerlingen entstehen dadurch keine Kosten, diese trägt das Unternehmen Deutsche Funkturm. Bürgermeister Ioannis Delakos sprach sich explizit für das Vorhaben aus. „Wir wollen keinen Wildwuchs“, sagte er. Was er damit meint? Sollte der Mast am Stadion nicht realisiert werden, könnte sich der Netzbetreiber ohne Weiteres einen oder mehrere bis zu 20 Meter hohe Mobilfunkmasten auf einem Privatgrundstück- oder -gebäude „erkaufen“ – ohne dass die Stadt darauf Einfluss nehmen könnte. So steht es in der Mobilfunkvereinbarung von 2001. Der Mast am Stadion sei doch „eine charmante Lösung“, so Delakos.