Spraydosen, Lacke, Farben, Verdünner: Das Schadstoffmobil nimmt solche ausrangierten Dinge zur fachmännischen Entsorgung entgegen. Foto: AWB

Umweltgefährliche Produkte gehören nicht in den Restmüll. Im Kreis Esslingen werden sie gesondert eingesammelt. Bei der Abgabe gibt es einiges zu beachten.

Vom Renovieren ist noch ein Eimer mit Farbresten übrig? Im Keller steht noch altes Rostschutzmittel, das nicht mehr benötigt wird? Und wohin mit der halb leeren Flasche Unkrautvernichter? Solche Produkte darf man nicht in den Restmüll werfen, weil sie eine Gefahr für die Umwelt sind, informiert der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Kreises Esslingen. Entsorgen kann man sie beim Schadstoffmobil – kostenlos.

 

Zweimal jährlich organisiert der AWB eine mobile Sammlung im Kreisgebiet. Die Frühjahrsaktion startet an diesem Samstag, 24. Januar, in Esslingen. Von 8 bis 13 Uhr macht das Schadstoffmobil im Stadtteil Zell Station, von 14 bis 17 Uhr ist es in Hegensberg vor Ort. Die Sammlung wird anschließend im März fortgesetzt und läuft bis Samstag, 18. April.

Die Experten des Schadstoffmobils schauen bei den abgegebenen Stoffen genau hin. Foto: Elke Hauptmann

An insgesamt zehn Tagen werden 19 Sammelstellen angefahren, unter anderem in Kirchheim, Nürtingen, Filderstadt, Ostfildern, Plochingen und Wendlingen. Die Herbst-Sammlung findet dann vom 3. September bis 10. Oktober statt. Die einzelnen Termine und Standorte sind auf der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebes unter www.awb-es.de zu finden.

Umweltschädliche Stoffe erkennt man: Warnhinweis auf der Verpackung

Das Team des Schadstoffmobils nimmt besonders gefährliche oder umweltschädliche Abfälle aus Privathaushalten in haushaltsüblicher Menge an. Ob ein Produkt in diese Kategorie fällt, erkennt man beispielsweise an den Warnhinweisen auf der Verpackung. Laut dem AWB ist zu beachten, dass die Dosen, Flaschen und Eimer dicht verschlossen sind. Sie dürfen nicht am Haltepunkt des Schadstoffmobils einfach abgestellt werden, sondern müssen an die Fachleute übergeben werden – ein Chemiker oder eine Chemikerin ist immer vor Ort.

Angenommen werden zum Beispiel Abbeizlaugen, Autopflegemittel, flüssige Farben und Lacke, Fleckentferner, lösemittelhaltige Klebstoffe, Säuren, Verdünner und Schädlingsbekämpfungsmittel. Es gibt aber auch Dinge, die sind kein Fall für das Schadstoffmobil: Medikamente dürfen in die Restmülltonne, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen können kostenlos bei jeder Sammelstelle für Elektroschrott abgegeben werden. Altöl und Batterien nimmt der Handel zurück, alte Feuerlöscher entsorgen die Fachbetriebe.

Und was passiert mit den gesammelten Schadstoffen? Laut dem AWB kommt der Problemabfall in eine spezielle Verbrennungsanlage. Dort wird solcherart Sondermüll für die vollständige Zersetzung bei 1000 Grad Celsius verbrannt. Auch die dabei entstehenden Gase werden nachverbrannt und die Schadstoffe anschließend in einem mehrstufigen Verfahren aus der Abluft herausgefiltert.