Orel Mangala wird als zentraler Baustein der neuen VfB-Mannschaft gesehen. Foto: Pressefoto Baumann

VfB-Mittelfeldspieler Orel Mangala kam in dieser Transferphase von seiner Ausleihe beim HSV zurück und soll eine tragende Säule der neuen Mannschaft von Tim Walter werden. Doch es gibt Wechselgerüchte. Sportchef Sven Mislintat bezieht dazu Stellung.

St. Gallen - Mittelfeldspieler Orel Mangala ist von seiner einjährigen Ausleihe zum HSV zurück beim VfB Stuttgart. Der Belgier stieg erst später ins Training ein, da er nach seinen Auftritten mit seiner Nationalmannschaft bei der U-21-EM in Italien noch etwas die Füße hochlegen durfte. Dennoch zeigte sich in den Tagen von St. Gallen, dass ihm in der neu zusammengestellten Mannschaft des VfB Stuttgart künftig eine tragende Rolle zufallen könnte. Zugute kommt ihm im Kampf um die vier Mittelfeldplätze beim VfB auch, dass er sowohl auf der Sechser-, als auch auf Achterposition agieren kann, wie zuletzt beim Spiel in Winterthur. VfB-Sportchef Sven Mislintat sieht Mangala gereift: „Er hat von dem Leihjahr profitiert“, sagt er und bezieht sich damit vor allem auf die Erfahrungen, die Mangala in der 2. Liga sammeln konnte und die er beim VfB nun einbringen soll.

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Mangalas Leistungen in der Hansestadt sind auch anderen Clubs aufgefallen. Immer wieder gibt es Wechselgerüchte um den Belgier, einige Clubs würden ihn offenbar gern ausleihen. Doch für Mislintat spielen solche Abwerbeversuche keine Rolle. „Darüber denken wir noch nicht einmal nach. Wir müssen keine Spieler abgeben um das Gehalt von der Payroll zu bekommen“, so der Sportchef, der gleich noch einmal nachlegt: „Ich frag doch auch nicht bei Barcelona an, ob sie mir Ousmane Dembele für ein Jahr ausleihen.“

Ein Hintertürchen lässt sich Mislintat allerdings offen. Schließlich ist das Transferfenster noch lange Zeit geöffnet und möglicherweise flattert noch ein unmoralisches Angebot ins Haus. Doch auch dann würde der VfB einen Abgang in Betracht ziehen, wenn man einen adäquaten Ersatz bereits in der Hinterhand hätte. „Je höher die Qualität eines Spielers und je später der Zeitpunkt“, desto unwahrscheinlicher sei es, „dass wir zu so etwas Ja sagen würden.“

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Insgesamt sieht Mislintat die Personalplanungen so gut wie abgeschlossen. „Wir haben im Moment das Gefühl, dass wir im Allgemeinen jetzt nicht super intensiv noch irgendetwas suchen müssen“, sagte der Sportdirektor am Freitag im Trainingslager in St. Gallen. „Wir glauben, dass wir eine hohe Konkurrenzfähigkeit innerhalb der Truppe, aber auch innerhalb der Liga hergestellt haben.“ Das bedeute zwar nicht, dass sich nicht noch interessante Optionen auf die Verpflichtung von Spielern ergeben könnten. Aber man sei nicht auf der „aktiven Suche“.

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