Sivarubi Kugathas (links) und Sherife Dermaku sind ein eingespieltes Team. Foto:  

Der Mittagstisch im Familien- und Stadtteilzentrum Nord ist generalüberholt: Statt Suppenküche gibt es nun viele verschiedene Gerichte, die sich die ehrenamtlichen Köchinnen überlegen.

S-Nord - In der Küche geht es hoch her, aber Sivarubi Kugathas und Sherife Dermaku sind ein eingespieltes Team. Kugathas brät die Zucchini-Ricotta-Puffer in der Pfanne, arrangiert Reis auf Tellern, gibt Soße und Linsengemüse hinzu. Dermaku ist mit der Vorspeise beschäftigt, es gibt Tomatensalat, den sie in Schälchen löffelt. Darüber ein Löffel Salatsoße – fertig.

Sivarubi Kugathas und Sherife Dermaku bilden eins von zwei ehrenamtlichen Zweierteams, die beim Mittagstisch im Familien- und Stadtteilzentrum Nord (FaZ) kochen. Der Mittagstisch ist vor einigen Wochen generalüberholt worden: „Vorher gab es montags, mittwochs und freitags eine Suppenküche“, sagt Alexandra Zivic. Sie gehört zum dreiköpfigen Führungstrio im FaZ. Zusammen mit Corinne Birgel und Dorothea Wagner ist sie seit dem vergangenen Sommer im Einsatz. Seitdem gibt es auch das Vorhaben, den Mittagstisch aufzuwerten. Mittwochs und freitags wird der Mittagstisch im FaZ, das von der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft getragen wird, nun angeboten. Die Tage sind auch weiterhin bewusst so gewählt, dass man dem Martinscafé nicht in die Quere kommt: Das ist der Mittagstisch der evangelischen Nordgemeinde in der Martinskirche, er findet dienstags und donnerstags statt. „Und wir suchen natürlich noch weitere Ehrenamtliche, die Lust haben mitzukochen“, sagt Alexandra Zivic.

Rezepte von zuhause

Im FaZ kosten Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch vier Euro pro Kopf. Werden vegetarische Gerichte serviert, zahlt man 3,50 Euro. Das neue Angebot kommt an: „Besonders mittwochs ist es voll“, berichtet Zivic. Zu den Gästen gehören Schüler und Lehrer aus der Pragschule, Nachbarn aus den umliegenden Straßen, Mitarbeiter von hier ansässigen Firmen. Heute sind einige Mitarbeiter der KKH-Versicherung da, die nur wenige Schritte vom FaZ entfernt an der Heilbronner Straße liegt. Die vier sind „super zufrieden“ mit dem Mittagessen und essen hier regelmäßig. Im nächsten Sommer, sagt Zivic, wolle man auch im Innenhof des FaZ auftischen.

Das Rezept für die Zucchini-Ricotta-Puffer stammt von Sivarubi Kugathas. „Ich koche gern mit Ingwer und ähnlichen Gewürzen“, erklärt sie. Sie stammt aus Sri Lanka – und das schmeckt man, gerne kocht sie traditionelle Currys mit Reis. „Es ist schwierig abzuschätzen, wie viele Leute wohl kommen“, sagt sie und lacht. „Aber bisher hat das Essen immer gereicht.“

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