Nach den Technikproblemen bei der Mitgliederversammlung droht dem VfB Stuttgart juristischer Ärger. Es geht ums Geld – der Anbieter beziffert einen genauen Betrag.
Stuttgart - Als ob der VfB Stuttgart nicht schon Probleme genug hätte, bekommt er nun auch noch juristischen Ärger. Gut drei Monate nach der wegen einer WLAN-Panne abgebrochenen Mitgliederversammlung am 14. Juli will der für die Technik beauftragte Dienstleister seine erbrachten Leistungen einklagen.
Nach Informationen unserer Zeitung wurde gegen den VfB bereits ein Vollstreckungsbescheid erwirkt. Der Anbieter, die Firma Votingtech aus Berlin, pocht auf die Zahlung von 30 311,14 Euro, die der Fußball-Zweitligist nicht erbracht haben soll. Votingtech hatte dem Club Teile des technischen Equipments für die Abstimmungen bei der Mitgliederversammlung zur Verfügung gestellt. Wegen einer Panne musste die Versammlung jedoch vorzeitig abgebrochen werden, Präsident Wolfgang Dietrich trat daraufhin zurück.
Der VfB schob dem Technikdienstleister die Schuld in die Schuhe – und sah sich durch ein Gutachten gestärkt. Darin war von einem Fehler des Anbieters ausgegangen worden.
Der VfB äußert sich nicht
Votingtech weist diesen Vorwurf strikt von sich. Das in Großveranstaltungen dieser Art erfahrene Unternehmen führt die Probleme in der Mercedes-Benz-Arena auf eine fehlende Firewall zurück. Hätte der VfB sich für das empfohlene Komplettpaket entschieden, so der Gegenvorwurf, wäre es nie zu den Problemen gekommen. Der VfB entschied sich aber für eine abgespeckte Version.
Trotz mehrfacher Aufforderung hätte sich der Verein bislang geweigert, die Rechnung zu bezahlen, weshalb die GmbH nun den juristischen Weg beschreitet. Der VfB wollte sich am Montag nicht dazu äußern, „weil es sich nach wie vor um ein schwebendes Verfahren handelt“, wie ein Sprecher sagte.