Im Vorjahr fand in Mitgliederversammlung in der Porsche-Arena statt – nun ist die benachbarte Schleyerhalle der Veranstaltungsort. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Auf den VfB und seine Mitglieder wartet am Samstag ein volles Programm. Was steht auf der Tagesordnung? Wer ist im Wahl-Marathon stimmberechtigt? Und mit wie vielen Personen und welcher Dauer ist zu rechnen? Ein Überblick.

Es wird ein langer Tag in der Schleyerhalle. Um 11 Uhr beginnt an diesem Samstag die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart, bei der viele Wahlen anstehen und auch über Satzungsänderungen abgestimmt wird. Die wichtigsten Informationen zur Veranstaltung.

 

Was steht auf der Tagesordnung? Wie gewohnt berichten das Präsidium, der Vereinsbeirat und der Vorstand der ausgegliederten AG über das vergangene Geschäftsjahr. An die Aussprache schließt sich ein wahrer Wahl-Marathon an: Der Präsident, die beiden Präsidiumsmitglieder und der gesamte Beirat werden neu gewählt. Auch mehrere Satzungsänderungen stehen zur Abstimmung. Eine sieht etwa vor, dass die Versammlung in Präsenz stattfindet und eine hybride oder rein virtuelle Veranstaltung nur mit einer Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder auf der vorherigen ordentlichen Versammlung angesetzt werden kann – oder aufgrund höherer Gewalt wie einer Pandemie.

Wer darf kommen? Zugangsberechtigt sind alle Mitglieder, deren Eintritt bis spätestens einen Tag vor der Versammlung bestätigt wurde – also am Freitag, den 21. März dieses Jahres. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, sehr wohl aber das Mitbringen von Mitglieds- und Lichtbildausweis. Diese werden am Einlass kontrolliert. Taschen bis zu einer Größe von DIN A4 dürfen mit in die Halle genommen werden, Speisen und Getränke dagegen nicht. Diese können vor Ort erworben werden, wobei kein Alkohol ausgeschenkt wird. Die Halle öffnet bereits um 9.30 Uhr eineinhalb Stunden vor Veranstaltungsbeginn, kostenlose Parkplätze stehen im Parkhaus P1 und entlang der Mercedesstraße zur Verfügung.

Im Vorjahr wählten die Mitglieder Claus Vogt als Präsident mit 86 Prozent der Stimmen ab. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Wie laufen die Abstimmungen ab? Stimmberechtigt ist, wer seit mindestens sechs Monaten Mitglied ist, ausgenommen sind hier Kinder und Jugendliche sowie fördernde Mitglieder. Die Abstimmung erfolgt wie zuletzt auch elektronisch – entweder auf einem persönlichen Gerät durch das Einscannen eines Codes oder durch Abstimmhelfer, die in der Halle verteilt sind und auch an den Platz kommen. Beide Verfahren werden vor Ort im Detail nochmals erläutert.

Wie voll wird es? Der VfB zählt inzwischen 122 000 Mitglieder – die Erfahrung aber zeigt, dass nur ein Bruchteil von ihnen den Weg in die Halle findet. Im Vorjahr waren zu Beginn der Abstimmungen 2127 stimmberechtigte Mitglieder in der Halle. Damals barg die Tagesordnung mit Abwahlanträgen unter anderem gegen Präsident Claus Vogt eine besondere Brisanz, die nun in dieser Form nicht vorhanden ist. Aber: Es stehen am Samstag eben auch viele Personen zur Wahl, was wiederum deren Unterstützer in die Halle locken könnte. Eine ähnliche Teilnehmerzahl wie im vergangenen Jahr scheint deshalb möglich, beim VfB ist man aber auch auf mehr vorbereitet.

Wie lange dauert die Veranstaltung? Auf jeden Fall mehrere Stunden. Einerseits ist man beim VfB um eine Straffung bemüht und hat zuletzt einige Programmpunkte gekürzt. Die Geehrten zum Beispiel werden nur noch bekannt gegeben und nicht mehr auf der Bühne ausgezeichnet. Andererseits werden die Wahlen Zeit in Anspruch nehmen – für die Bewerberreden für Präsidentenamt (drei) und das Präsidium (fünf), aber auch für die einzelnen Abstimmungsprozesse. Zudem lässt sich die Dauer der Aussprache kaum prognostizieren, in der sich jedes Mitglied mit einer Redezeit von fünf Minuten zu Wort melden darf. Im Vorjahr war die Versammlung nach gut acht Stunden zu Ende, einen ähnlichen Rahmen hält man beim VfB für realistisch.