Mit Union Berlin auf Erfolgskurs: Max Kruse Foto: dpa/Maja Hitij

Es gibt es in der Welt des Sports reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Fußballer Max Kruse.

Berlin - Das Leben ist bekanntlich kein Wunschkonzert, und auch als Fußballer kann man es sich nicht immer aussuchen. Klar träumt jeder von Mailand oder Madrid, stattdessen landet man in Molde oder Minsk. Sie ahnen, es geht um den Europapokal. Ab der kommenden Spielzeit gibt es nicht mehr nur die Champions League und die Europa League, welche die Älteren unter uns noch als Uefa-Cup oder „Cup der Verlierer“ (Franz Beckenbauer) kennen, die noch Älteren als Messestädte-Pokal. Künftig sollen die beiden Wettbewerbe um einen dritten ergänzt werden: die Uefa-Conference-League.

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Conf was?, hörte man Max Kruses Gedanken kreisen, als er erstmals von der neuen Herausforderung erfuhr. „Ich weiß nicht, was das ist“, berichtete der Stürmer von Union Berlin nach dem 2:1 gegen den 1. FC Köln. Nach dem Erfolg sind die Köpenicker fest auf Europa-Kurs. Platz sieben würde am Ende die Teilnahme an der Conference League bedeuten, eine Art europäische dritte Liga. Doch Kruse, noch nie um ein offenes Wort verlegen, bekennt ehrlich: „Da hab ich keinen Bock drauf.“

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Einerseits verständlich, andererseits siehe oben: Das Leben ist kein Wunschkonzert. Neun Spieltage vor Schluss sollte sich der Unioner also besser mit dem Gedanken anfreunden, mit seiner Truppe bald den Kaukasus oder den Polarkreis zu erkunden. Alles eine Frage der Herangehensweise, ein Blick in den Merian oder ein bisschen Groundhopper-Lektüre bringen ihn ja vielleicht noch auf den Geschmack. Ansonsten bleibt nur der typische Kruse-Ausweg: Der 32-Jährige sucht sich mal wieder einen neuen Verein.

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