Tanzt von nächster Spielzeit an in Hannover: Rosaria Guerra, hier in einer Szene aus Marco Goeckes „Nijinski“. Foto: dpa

Wenn Marco Goecke im September seine erste Premiere als Ballettdirektor in Hannover zeigt, sind auch ehemalige Stuttgarter Tänzer dabei.

Stuttgart - Marco Goecke hat in der vergangenen Woche in Hannover vorgestellt, was er in seiner ersten Spielzeit als Ballettdirektor am dortigen Staatstheater plant. Aus Stuttgarter Perspektive ist nicht nur spannend, welche Stücke der Choreograf als frisch gebackener Direktor zeigen will, sondern auch, mit wem er es tut. Dass dem ehemaligen Haus-Choreografen des Stuttgarter Balletts Tänzer aus dem Süden folgen werden, war klar. Nun ist raus, welche es sind. Sie kommen zum Beispiel von Gauthier Dance, wo Goecke seit dieser Spielzeit als Choreographer in Residence eine neue Heimat gefunden hat: Den Umzug vom Pragsattel nach Hannover planen Sandra Bourdais, Maurus Gauthier und Rosario Guerra. Goeckes neue Kompanie hat zudem einige Ehemalige Stuttgarter Tänzer angelockt: Özkan Ayik, Adam Russell-Jones und Robert Robinson sehen sich in Hannover wieder.

Duras-Roman inspiriert Tanzstück

Auch „Nijinski“, das Ballett, das Marco Goecke 2016 für Gauthier Dance mit Rosaria Guerra in der Titelrolle gestaltete, soll in Hannover tanzen. „Ich möchte meine Arbeit weiterentwickeln und eigene Stücke in ihrer Intensität verfeinern“, schreibt Marco Goecke im Spielplanheft. „Einige Werke, die mir besonders am Herzen liegen, werde ich auch hier präsentieren. Vor allem aber gibt es eine Vorfreude darauf, Neues auszuprobieren.“ Starten wird Goecke am 21. September mit dem Abend „Beginning“, der neben Stücken von Andonis Foniadakis und Mehdi Walerski sein eigenes Ballett „Thin Skin“ zeigt. Hans van Manens „Concertante“ und eine Uraufführung des finnischen Talents Emrecan Tanis flankieren Goeckes „Nichts“ für das Programm „3 Generationen“. Neues ausprobieren wird Goecke im April 2020, inspiriert vom Roman „Der Liebhaber“ sucht er eine emotionale Synthese aus der eigenen, minimalistischen Bewegungssprache und der Bildgewalt von Marguerite Duras. (Das Spielplanheft des Balletts Hannover gibt es hier.)

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