Autos müssen beim Überholen innerhalb geschlossener Ortschaften wie hier in der Hindenburgstraße einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten. Foto: Gabriel Holom

Banner im Herrenberger Stadtgebiet mahnen Autofahrer, genügend Abstand zu Fahrradfahrern einzuhalten. Warum die Kampagne „Mit Abstand sicher“ notwendig ist.

Die Stadt Herrenberg beteiligt sich wieder an der landesweiten Kampagne „Mit Abstand sicher“. Damit soll auf den seit dem Jahr 2020 gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern hingewiesen werden. Wie das Herrenberger Rathaus mitteilt, werden daher nach den Osterferien wieder Banner im Stadtgebiet aufgestellt, die auf den Überholabstand zwischen motorisiertem Verkehr und Radlern aufmerksam machen.

 

Radfahrer fühlen sich bei einem zu geringen Abstand oft unsicher – was wiederum dazu führen könnte, dass viele Menschen stark befahrende Straßen gar nicht nutzen. Die Straßenverkehrsordnung gibt Mindest-Überholabstände von 1,50 Metern inner- und von zwei Metern außerorts vor. Um Kraftfahrzeugen das Überholen zu erleichtern, gilt natürlich das Rechtsfahrgebot für Radler. Wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, dürfen Radfahrer nicht überholt werden.

Schutzstreifen sind mit einer gestrichelten Linie markiert

Diese Regelung gilt auch für Radschutzstreifen. Schutzstreifen für Radfahrerinnen und Radfahrer werden mit einer gestrichelten Linie markiert und gehören zur Fahrbahn. Sie stellen also keinen eigenen Fahrstreifen dar. Aus diesem Grund dürfen Kraftfahrzeuge Radfahrer, die auf Schutzstreifen fahren, links überholen, wenn zwischen Kraftfahrzeug und Radfahrer der Mindestabstand eingehalten wird.

Als Radfahrer darf man Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen warten, rechts mit mäßiger Geschwindigkeit überholen, wenn der Verkehr steht oder sich nur langsam bewegt. Wenn man ausreichend Platz hat und keine Gefährdung vorliegt, man also besonders vorsichtig ist.

Freundlichkeit und Respekt sind im Straßenverkehr Trumpf

Mit der Informationskampagne „Mit Abstand sicher“ soll dieses wichtige Thema mehr Aufmerksamkeit bekommen und für Sicherheit auf den Straßen in Kommunen sorgen. Schlussendlich geht es um einen freundlichen und respektvollen Umgang miteinander im Straßenverkehr.