Der Albplatz ist in den Fokus der SPD geraten. Foto: Sägesser

Die Degerlocher SPD sieht große Missstände am Albplatz und rund um die Haltestelle „Waldau“. Sie kritisiert pöbelnde Jugendliche sowie Dreck und Unrat nach Heimspielen der Stuttgarter Kickers. Die anderen Fraktionen hängen die Sache weniger hoch.

Degerloch - Anwohner des Albplatzes bemängeln dort starke Verschmutzungen, hat Ulrich-Michael Weiß (SPD) in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats Degerloch gesagt. Um diesen Missstand zu prüfen und zu beheben, habe die SPD-Fraktion schon im April einen Antrag gestellt. „Der Albplatz als Aushängeschild Degerlochs sollte schon anschaulich sein“, sagte Weiß. Vor allem am Wochenende seien hier junge Leute anzutreffen, die zusammen Alkohol trinken würden. „Gelegentlich kommt es auch zu Pöbeleien mit Passanten.“

Weiß sei berichtet worden, dass die Polizei noch bis 2012 am Albplatz vermehrt kontrolliert und in entsprechenden Situationen auch „klar Schiff“ gemacht habe. Seitdem die Kontrollen eingestellt wurden, hätte sich der Zustand erheblich verschlechtert.

Ob der Platz nun besonders dreckig ist oder nicht, darüber scheiden sich die Geister. Der Bezirksbeirat Götz Bräuer (CDU) mahnte, nicht „mit Kanonen auf Spatzen zu schießen“. „Die Situation ist hier und da sicherlich auffällig, aber bestimmt nicht jedes Wochenende.“ Das ein oder andere Mal seien zwar Jugendliche am Albplatz, sagte Thilo Roßberg (FDP), „aber da kann man doch mal ein Auge zudrücken“.

Dreck nach Heimspielen

Auch rund um die Haltestelle „Waldau“ gibt es laut SPD starke Verschmutzungen zu beklagen. Vor allem bei Heimspielen der Stuttgarter Kickers sei die Haltestelle sehr dreckig. Vor einiger Zeit hätte eine Gruppe Halbwüchsiger bewusst mit Dreck geworfen, beobachtet von Wilfried Seuberth, stellvertretender SPD-Bezirksbeirat. Außerdem seien kürzlich am Radstellplatz an der Haltestelle absichtlich Räder umgeworfen worden. Auch hier sieht nicht jeder die Situation so dramatisch wie die SPD. Roßberg mahnte an, „die Kirche im Dorf“ zu lassen. „Die Situation hat sich in letzter Zeit doch entspannt, man könnte das wohlwollend auf sich beruhen lassen.“

In beiden Fällen beschloss der Bezirksbeirat, erst einmal den Sachstand prüfen zu lassen und Stellungnahmen von Polizei und Ordnungsamt einzuholen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: