Bei der Wahl zur Miss Stuttgart fiel Nadine Bareis (auf dem Foto mit Startnummer 8), die heutige Miss Germany, im Mai 2018 im Cavos durch. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Schönheit ist eine Frage des Geschmacks. Wie jetzt bekannt wurde, fiel Nadine Berneis, die neue Miss Germany, bei der Wahl zur Miss Stuttgart im Mai 2018 durch. Sie gab nicht auf, hatte am Bodensee mehr Glück – und kam auf den Thron.

Stuttgart - Mit Startnummer 8 trat Nadine Berneis im Mai 2018 beim Partygriechen Cavos gegen 16 Kandidatinnen an. Der dreifache Ringer-Weltmeister Frank Stäbler, der damals bei der Wahl zur Miss Stuttgart in der Jury saß, kann sich an die Polizeibeamtin mit der Zahnlücke, an die heutige Miss Germany, „nur vage“ erinnern. Dies könnte daran gelegen haben, dass sie mit 1,82 Metern vom Körperwuchs größer ist als er. Was damals keiner bei der Vorentscheidung im überfüllten Lokal an der Lautenschlager Straße geahnt hat: Die Hochgewachsene sollte am Ende Miss Germany werden – die Zweite seit 2018 mit diesem Titel aus Stuttgart.

Zur Miss Stuttgart wurde eine Abiturientin aus Buchen gewählt

„Dieses Jahr sollte die Jury in Stuttgart besser aufpassen“, sagt Sandra Vogelmann, die Organisatorin der regionalen Wahl. Dieses Jahr wird die Vorentscheidung im Hotel Le Méridien stattfinden, wieder im Mai. Das Cavos hat sich für das große Interesse an der Miss-Stuttgart-Wahl als zu klein erwiesen. Zur Miss Stuttgart ist im vergangenen Jahr also nicht die spätere Miss-Germany-Siegerin Nadine Berneis gewählt worden, sondern die 19-jährige Abiturientin Aileen Niederer aus Buchen im Odenwald. Neben Frank Stäbler saßen damals in der Jury unter anderem der Schönheitschirurg Christian Fitz, DJane und Model Alegra Cole, Bärbel Sage vom Magazin „Feine Adressen“, Daniela Lindner von Börlind Kosmetik, der Kosmetikgroßhändler Michael Allert, der Zahnarzt und Implantologe Mike Bodendorf, der Friseur und Stylist Edwin Spreizer, die Salonbesitzerin Mirca Gönner sowie Dominik Bruntner, der Mister Germany 2017. Damals durften die Kandidatinnen noch in einem Durchgang im Bikini antreten, was im Finale im Europapark Rust nach der MeToo-Debatte nicht mehr möglich war.

Dass Nadine Berneis damals keine Chance hatte, könnte daran liegen, dass es in Stuttgart noch viel mehr schöne Frauen gibt – und dass sich über Geschmack halt trefflich streiten lässt. Und die Geschichte zeigt auch: Wer nicht aufgibt und immer wieder versucht, seinem Traum zu folgen, könnte am Ende erfolgreich sein.

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