Vor allem bei Großprojekten könnten durch das Bauen mit der BIM-Methode Zeit und Kosten gespart werden. Foto: dpa

Die Bauwirtschaft hinkt im Vergleich zu anderen Branchen bei der Digitalisierung weit hinterher. Das Wirtschaftsministerium des Landes will das ändern.

Stuttgart - Baden-Württemberg macht Druck bei der Digitalisierung der deutschen Bauwirtschaft. „Die Digitalisierung der Planung, des Baus und des Betriebs von Bauwerken ist äußerst komplex. Es braucht hierbei klare Standards sowie eine entsprechende Weiterentwicklung des Aus- und Weiterbildungsangebots. Um die Branche bei der digitalen Transformation angemessen zu unterstützen, müssen Bund und Länder zusammenarbeiten“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut unserer Zeitung. Das Land wolle in der Wirtschaftsministerkonferenz, die ab diesem Donnerstag in Perl (Saarland) stattfindet, eine Diskussion darüber anstoßen, wie die Zusammenarbeit aussehen könne.

Im Zentrum stehe dabei das Bauen mit dem Building Information Modeling, kurz BIM. Mit dieser Methode werden Bauprojekte digital geplant und der Bau und Betrieb der Gebäude digital abgeglichen. Die Methode gilt als wichtigste Neuerung in der Branche seit Jahrzehnten, da sich damit auch Großprojekte schneller und kostengünstiger ausführen lassen. Außerdem ist sie weniger anfällig für Fehler. Die Region Stuttgart sieht sich bundesweit als Vorreiter. Hier wurde das erste BIM-Cluster gegründet, das das Bauen mit BIM fördern soll.

Derzeit arbeitet in Deutschland erst rund jedes siebte Bauunternehmen mit BIM.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: