Bei einem Wasserrohrbruch am Stuttgarter Wilhelmsplatz ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Foto: Leserfotograf andy1955

Bis zu vier Wochen könnte es dauern, bis der betroffene Abschnitt der Wilhelmstraße saniert ist.  

Stuttgart - Ein gebrochenes Wasserrohr am Wilhelmsplatz in Stuttgart hat einen Schaden von rund 1,5 Millionen Euro verursacht. Die Sanierung der Wilhelmstraße könnte laut einem EnBW-Sprecher vier Wochen dauern.

Am Montag begutachteten Mitarbeiter des Tiefbauamts und der EnBW den Schaden: Die Wilhelmstraße muss über eine Länge von 50 Metern über die komplette Breite saniert werden. Vom Kreisverkehr an der Olgastraße bis hinunter zur Heusteigstraße bleibt die Straße daher vorerst voll gesperrt. "Wir setzen aber alles daran, zumindest den Anwohnern möglichst bald die Zufahrt zu ihren Häusern zu ermöglichen."

Wie ein starker Gebirgsbach sei das Wasser von der Olgastraße zum Wilhelmsplatz geschossen und geradewegs in ein Gebäude des Jugendamts geflossen, teilte die Feuerwehr am Sonntag mit. Mehrere Millionen Liter Wasser überfluteten drei Etagen des Gebäudes. Aufzüge, Büros und Lagerflächen wurden beschädigt, im Parkdeck stand das Wasser.

Alter Leitung machen Temperaturschwankungen zu schaffen

Das Leck in der Wilhelmstraße war schnell gefunden: Dort hatte sich auf einer Länge von 50 Metern bereits der Asphalt gehoben.

Die EnBW musste das Wasser abstellen. Zahlreiche Anwohner blieben anschließend stundenlang ohne Wasser. Um 19 Uhr war der Rohrschaden behoben. Offensichtlich habe sich der Boden durch die Temperaturunterschiede in den vergangenen Tagen so stark bewegt, dass eine alte Wasserleitung gebrochen sei.

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