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Eine Woche nach den Millionencoup auf der Autobahn 81 bei Ludwigsburg hat die Polizei noch keine heiße Spur von den vier Tätern. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Ludwigsburg - Eine Woche nach den Millionencoup auf der Autobahn 81 bei Ludwigsburg hat die Polizei noch keine heiße Spur von den vier Tätern. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher am Montag in Ludwigsburg. Die Diebe hatten sich als Polizeibeamte verkleidet und einen Schmucktransporter in ihre Gewalt gebracht. Die Männer hatten sich als Steuerfahnder ausgegeben. Sie hatten eine Leuchtanzeige in ihrem Auto und trugen die Aufschrift "Polizei" auf ihrer schwarzen Kleidung. Von drei Räubern liegen Beschreibungen vor. Bei der Kriminalpolizei Ludwigsburg wurde eine 18-köpfige Ermittlungsgruppe "Gold" eingerichtet.

Die unbekannten Täter hatten den Transporter, in dem sich Gold und Goldschmuck im Wert von rund 1,5 Millionen Euro befanden, auf eine Nebenstraße geleitet und das Fahrzeug für beschlagnahmt erklärt. Fahrer und Beifahrer - ein ehemaliger Polizist sowie der Schwiegersohn des Schmuckhändlers - glaubten ihnen zunächst und wurden erst misstrauisch, als sie einige Kilometer entfernt auf einer Kreisstraße gefesselt ausgesetzt wurden und die Täter mit dem Schmucktransport verschwanden. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die beiden gemeinsame Sache mit den Räubern gemacht haben könnten.

Der Werttransporter, ein silberfarbener Sprinter, wurde später in Mundelsheim (Kreis Ludwigsburg) entdeckt. Zahngold und Goldschmuck fehlten. Die Täter ließen lediglich mehrere Kilogramm Silberbesteck im Fahrzeug zurück. Die gestohlene Ware war nicht versichert.

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